Menschenrechte: nachgefragt! - Der Interview-Podcast rund ums Thema Menschenrechte

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00:00:02: Menschenrechte nachgefragt.

00:00:04: Der Interview-Podcast

00:00:05: der politischen

00:00:06: Meinung und der Konrad-Adenauer-Stiftung.

00:00:10: Heute mit...

00:00:11: Schönen guten Tag.

00:00:12: Ich heiße Katja Andrusch.

00:00:13: Ich bin Sprecherin vom OSCD-Büro für demokratische Institutionen und Menschenrechte mit Sitz und Wascher.

00:00:20: Ich bin Gebürtige Britin, war lange Journalistin im Bereich... Wirtschaft und Politik, bevor ich zur Menschenrechte und Menschenrechtskommunikation übergegangen bin.

00:00:31: Ich habe aber immer einen sehr starken Interesse an Menschenrechte aufwägen meiner eigenen Familiengeschichte und das ist mir immer eine sehr wichtige Angelegenheit gewesen und deswegen freut mich jetzt, dass ich in diesem Bereich jeden Tag und öfters nachts und am Wochenende tätig sein darf.

00:00:47: Und danke für die Einladung.

00:00:49: Liebe Katja, ganz herzlich willkommen.

00:00:50: Es ist schön, dich bei uns zu haben.

00:00:53: Du bist heute schon durch eine lange Workshop-Session gegangen und ich freue mich, dass wir das jetzt öffentlich noch mal besprechen können, was eigentlich das Büro für demokratische Institutionen und Menschenrechte in Warschau macht.

00:01:07: Wir haben siebenfünfzig Teilnehmerstaaten, heißt das bei der USDE, und über eine Milliarde Menschen.

00:01:13: die alle ihre eigenen Probleme haben.

00:01:16: Unter diesen siebenfünfzig Teilnehmerstaaten sind auch viele Staaten, die jetzt keine lupenreinen Demokratien sind.

00:01:22: Wie stellt sich das eigentlich für dich aus seiner Warschauer Perspektive da, für die Arbeit, dass da sehr, sehr unterschiedliche Akteure zusammenkommen?

00:01:31: Ja, in der Tat.

00:01:32: Also die OSCD bringt siebenundfünfzig Staaten zusammen.

00:01:36: Das ist der gesamte postsovietische Raum.

00:01:39: Die EU-Staaten, das Vereinigten Königreich, Nordamerika, sprich die Vereinigten Staaten und Kanada und auch die Türkei, also an Herausforderungen mangelt es nicht.

00:01:50: Ich glaube, angesichts der allgemeinen Weltlage muss ich zu den Herausforderungen im Moment gar nicht mehr sagen.

00:01:58: Aber wenn du spezifische Fragen hast, bitte frag nach.

00:02:02: Ja, natürlich habe ich sehr spezifische Fragen.

00:02:04: Und vielen Dank, dass du dem Ball zurückspielst.

00:02:06: Du bist nämlich gerade von der Reise gekommen.

00:02:08: Das ist vielleicht gar nicht so uninteressant, dass ihr ja vor thirty-fünf Jahren, als ihr gegründet wurdet, hattet ihr ja noch nicht diesen Namen, sondern ihr wart sehr stark fokussiert auf das Thema Wahlbeobachtung und du bist jetzt von einer Wahlbeobachtungsreise Gekommen, was kannst du uns dazu erzählen?

00:02:22: Ja, tatsächlich.

00:02:23: Ich bin erst letzte Woche aus Kyrgyzstan zurückgekommen, wo ich die Parlamentswahl am dreißigste November mitbeobachtet habe.

00:02:30: Kyrgyzstan ist ein Land von knapp siebeneinhalb Millionen Einwohner.

00:02:35: Zum Vergleich, Dienemark hat ungefähr sechs Millionen, aber es gibt viel mehr Platz im Kyrgyzstan.

00:02:40: Es sind dort sehr schöne Berge.

00:02:42: Die Luft in der Hauptstadt ist weniger schön.

00:02:44: Deswegen habe ich diese Whisky und Zigarrenstimme aus Bishkek mitgebracht.

00:02:49: Kyrgyzstan war lange bekannt als eine starke demokratische Kraft in Zentralasien, was unbedingt mehr der Fall ist.

00:02:58: Aber ich bin Slawistin und kenne mich in den post-Sovietischen Raum relativ gut aus.

00:03:05: Ich bin fasziniert, wie immer, als ich in Kyrgyzstan war, wie die unterschiedliche Tradition Aber gleichzeitig die gemeinsame Geschichte, diese Region, die verschiedene Länder da prägen.

00:03:18: Das nehme ich dann immer wieder mit.

00:03:21: Diese Ausprägungen sind anders in jedem Land und in Zentralasien ist das eine besonders interessante Mischung.

00:03:30: war in Kyrgyzstan, genau wie bei jeder Weihbeobachtung, ist der Weihtag sehr wichtig, weil es manchmal meine einzige Chance ist, aus den verschiedenen Hotels rauszukommen.

00:03:41: Also ich wohne in einem Hotel, ich arbeite in einem anderen Hotel.

00:03:45: Dieses Mal, die Missionsleitung war im Hotel Touristan.

00:03:50: Und ich habe Treffen, an denen ich beteiligt, im dritten Hotel und am Wahltag.

00:03:55: Endlich habe ich die Gelegenheit, mit der Missionsleiter oder der Leiterin, diesem Fallweis ein Leiter, rauszugehen, die Wahlen zu beachten und die die Menschen und das Land etwas näher kennen zu lernen.

00:04:07: Weil, obwohl ich, wie gesagt, Slavistin bin, habe ich an einer Eliten-Uni studiert, was mich viel beigebracht hat, aber nicht unbedingt die Realität in diesen Ländern.

00:04:18: Und das sieht man dann.

00:04:19: richtig bei den Wahlbeobachtungen auch in den Wahllukalen.

00:04:23: Da habe ich mit der Zeit ein ziemlich gutes Gefühl entwickelt.

00:04:28: Haben die Leute Angst?

00:04:29: Sind sie unter Druck?

00:04:30: Wie geht es denen?

00:04:31: Schauen sie an in den Augen oder nicht?

00:04:33: Und dass von der Hardcore mit Formular-Wahlbeobachtung abgesehen, gibt ein richtig, ein Gefühl, wie das dann da aussieht.

00:04:42: Vielen Dank.

00:04:43: Kyrgyzstan ist ja wie alle fünf zentral asiatischen Staaten als Nachfolgestatt der Sowjetunion, der USCD in uns hat reingetreten.

00:04:53: Das heißt ungefähr zu der Zeit, als ihr gegründet wurde.

00:04:56: Kurz davor, kannst du uns außer der Wahlbeobachtung, kannst du uns noch Inhalte oder Themen nennen, die für die Zusammenarbeit mit den zentral asiatischen Staaten für audio interessant sind oder relevant sind?

00:05:10: Ja, ich meine jede Teilnahmestaat der USCD ist wichtig für uns.

00:05:15: Es gibt natürlich verschiedene Themenbereichen, die da eher dringender sind.

00:05:20: Aber wir arbeiten mit den zentralasiatischen Staaten, zum Beispiel auch zur Gendergleichheit, zum Integrität von Parlamenten.

00:05:31: Es gibt verschiedene Anfragen, um den Ländern wirklich nicht nur in Zentralasien, aber auch mit ihren Gesetzgebungen zu helfen, um wichtiger demokratische Gesetze zu formulieren, vom Anfang an.

00:05:46: Jetzt hast du keine Probleme anscheinend in Kyrgyzstan gehabt, dort hinzureisen.

00:05:53: Das ist ja nicht in allen Fällen so.

00:05:55: Was für Probleme können entstehen, wenn Staaten sagen, wir möchten jetzt keine Wahlbeobachtung durch Odia zulassen?

00:06:04: Ja, also es ist wichtig zu verstehen, dass alle Staaten der OSCD sich verpflichtet haben, Udir und auch die parlamentarische Versammlung der OSCD zu ihren nationalen Wahlen einzuladen.

00:06:16: Und Udir hat schon weit über vierhundertfünfzig Wahlen beobachtet in sechsundfünfzig der siebenundfünfzig Staaten.

00:06:24: Der siebenundfünfzigste ist der heilige Stuhl.

00:06:27: Die haben andere Methoden, interessieren sich für unsere Wahlbeobachtungsmethodologie, nicht zu sehr.

00:06:32: Aber in den anderen waren wir dabei.

00:06:35: Und diese Verpflichtung ist lange nachgegangen worden.

00:06:39: Es gibt diverse Staaten, die sich dann beschweren über unseren Befunde, aber wir... sind sehr und ich selber in meiner Arbeit.

00:06:48: Ich betone immer wieder die Methodologie, die wir benutzen, ist die gleiche in jedem Land, in der wir beobachten.

00:06:55: Also diese Maschstabe ist gleich überall.

00:06:58: Leider ist es in den letzten paar Jahren passiert, dass manche Staaten uns tatsächlich nicht eingeladen haben.

00:07:05: Das wäre schon... Schlimm, weil das nicht gemäß der Verpflichtung der USCD ist, aber was Schlimme ist, ist, dass manche Staaten versucht haben, uns danach zu instrumentalisieren, beispielsweise dadurch, dass sie uns extrem spät eingeladen haben und dann versucht haben, die Medien und ihre eigenen Bevölkerung weiß zu machen, dass wir nicht hingehen wollten und anderen verschiedenen Diskurse, die dann gezielt die Argumentation durcheinander gebracht haben, weil alle Staaten auch wissen, wir müssen die Einladung zur Beobachtung rechtzeitig bekommen, damit wir den ganzen Prozester anschauen können von Anfang an.

00:07:45: Wir hatten in der letzten Woche in Wien dieses Ministerrats treffen und auch der deutsche Außenminister, Johannes Wadefules, dort hingereist und hat eine flammende Rede.

00:07:54: Anders Plenum gerichtet, wo er auch nochmal die Dialogplattform OSE unterstrichen hat.

00:08:00: Die Bedeutung der OSE ist Dialogplattform.

00:08:02: Wie führt ihr seitens des Büros für demokratische Institutionen und Menschenrechte?

00:08:07: Wie führt ihr Dialoge mit den... doch unterschiedlichen Teilnehmerstaaten durch.

00:08:12: Was für Beispiele gibt es da, für Konferenzen und so weiter?

00:08:15: Dialog ist tatsächlich sehr wichtig.

00:08:18: Dafür ist die OSTD da.

00:08:19: Für mich ist das eigentlich das Wichtigste.

00:08:22: Es ist früher heute angesprochen worden, dass manche stellen in Frage, ob es richtig ist.

00:08:27: Das ist immer noch siebenundfünfzig Staaten in der OSTD gibt.

00:08:31: Ich werde diese Frage selber oft gestellt von Besucher oder wenn ich irgendwo spreche, wieso ist die Russische Föderation noch dabei.

00:08:41: Und ich habe immer die zwei gleiche Antworten.

00:08:44: Manchmal kommen sie besser über diese Antworten und manchmal weniger.

00:08:48: Also ich versuche es mal hier.

00:08:50: Die erste Antwort ist, dass es kein Mechanismus gibt, ein Staat loszuwerden.

00:08:55: Also die Organisation müsste sich praktisch auflösen eigentlich und neu schaffen.

00:09:01: Die zweite Antwort ist aber... Es ist toll, dass sie da sind und dass die Botschaft auf Botschaft der Ebener kommen alle siebenundfünfzig Staaten jede Woche in Wien zusammen im Hofburg, um miteinander nicht zu reden.

00:09:13: Also ich möchte jetzt nicht schön reden.

00:09:15: Also es ist nicht das Dialog auf der höchste Ebene und alle irgendwie dann Kaffee miteinander trinken.

00:09:20: Aber die sind alle da um einen Tisch und es gibt zumindest einen minimalen Austausch.

00:09:25: Das ist immer noch möglich auch hinter den Kulissen.

00:09:28: Und bei ODIR sprechen wir ja nicht nur mit Staaten.

00:09:32: Das ganze Mandat besagt, dass wir den Ländern den Staaten der OSCD unterstützen sollen bei der Anpassung nachkommender Verpflichtungen im Bereich Demokratie und Menschenrechte, zu denen sie sich verpflichtet haben.

00:09:46: Aber gleichzeitig ist ein sehr wichtiger Partner für uns die Zivilgesellschaft.

00:09:50: Und wir bringen dann auch die Staaten und die Zivilgesellschaft zusammen.

00:09:54: Das war letztens Anfang Oktober, gab es die jährliche Zweiföchige Menschenrechtskonferenz der OSCD in Warschau.

00:10:03: Stellen Sie sich vor, so zwei Wochen, das ist wirklich lange.

00:10:07: Es gab auch ein Rekordanzahl an Teilnehmer über tausend achthundert dieses Jahr, über diese zwei Wochen.

00:10:13: Die Zivilgesellschaftler, die mit denen ich gesprochen habe und Kollegen gesprochen haben, sie haben sich bedankt, weil es gibt immer weniger Raum für sie, die sind immer mehr unter Druck.

00:10:24: Sie konnten Netzwerken miteinander, sie konnten Schulungen mit uns zusammen machen und sie konnten mit ihren eigenen Staaten dann sprechen.

00:10:33: oder zumindest ansprechen und das ist wirklich goldwert.

00:10:38: Finland hat in diesem Jahr den Vorsitz im Jubiläumsjahr, weil die Schlussakte von Helsinki fünfzig Jahre alt wird und das war natürlich auch so eine Art Jubiläumsgeschenk.

00:10:48: kann man sagen, aber dass Finnland den Vorsitz erhalten hat, lag vielleicht auch noch vor einigen Jahren daran, dass Finnland damals noch nicht in NATO beigetreten ist.

00:11:03: Welche Bedeutung hat es für Odir, dass Odir in Warschau liegt, gerade wenn du beschreibst, dass eighteenhundert Teilnehmer da waren und es jetzt ja aktuell viele Reisebeschränkungen für Menschen beispielsweise aus der russischen Federation gibt.

00:11:20: Spielt das eine Rolle oder hast du da kein Einfluss feststellen können aktuell?

00:11:26: Also wenn es um die Konferenzen oder Schulungen geht, also am wichtigsten ist es zu sagen, oh, dir ist kein Land, wir können niemanden einladen und Wiesen vergeben.

00:11:36: Also das ist das ist nicht unsere Sache, das ist Sache des polnischen Staates.

00:11:40: Wenn wir in Wien sitzen hätten, wie das Sekretariat von der USCD, dann würden die Österreicher die Wiesen erteilen müssen.

00:11:48: Also insofern liegt das nicht in unserer Macht.

00:11:51: Die Teilnahme von verschiedenen Personen, Ja, ist erschwert worden.

00:11:57: Wir haben in letzter Zeit, muss ich sagen, wenn ich jetzt überlege, ist die größte Schwierigkeit gewesen mit männlichen Teilnehmer aus der Ukraine.

00:12:06: Die zusätzliche Papiere brauchten wegen dem Krieg und der jetzige Situation und Gesetzgebung der Ukraine.

00:12:14: Die brauchen alle mögliche zusätzliche Papiere und Zulassungen.

00:12:19: Und es ist leider dann öfters passiert letztlich, dass sie dann trotzdem nicht über die Grenze kamen.

00:12:25: Es gibt dann diverse Probleme, die wegen der geopolitischen Lage von uns nicht zu ändern sind.

00:12:32: Die Schweiz wird im nächsten Jahr zum dritten Mal den Vorsitz haben und ich hatte mir mal das letzte Projekt angeguckt, das war sehr reformorientiert, was die Schweizer damals vorgestellt hatten vor einigen Jahren.

00:12:43: Und auch die aktuelle Agenda ist sehr stark natürlich auf demokratische Resilienz und so weiter ausgerichtet.

00:12:49: Inwieweit prägen sich diese jährlichen Wechsel des Vorsitzes auch auf eure Arbeit aus?

00:12:54: Wird Odi dann sozusagen in diese Reformbemühungen des Vorsitzes mit eingebunden oder seid ihr sehr autonom und macht euer Ding?

00:13:01: egal, wer gerade unter euch Vorsitzender ist.

00:13:04: Wir arbeiten sehr, sehr eng mit den jährlichen Vorsitz zusammen, aber ich muss sagen, es macht erstaunlich wenig aus in dem Sinne.

00:13:13: Unsere Arbeit ändert sich nicht in dem Sinne, dass unser Mandat sich nicht ändert.

00:13:18: Unser Mandat ist uns von den Verpflichtungen der OSCD gegeben vor langen Zeit und ändert sich nicht.

00:13:24: Ja, Gott sei Dank.

00:13:26: Aber die Prioritäten, zumindest in den letzten Jahren, die ähnen sich.

00:13:31: Und es gibt da auf jeden Fall Kontinuität.

00:13:34: Ich muss sagen, was die Schweiz anbelangt.

00:13:36: Ja, also ich bin wirklich gute Dinge.

00:13:39: Am Schluss des Ministerrats letzte Woche hat der der Schweizer Vertreter davon gesprochen, dass nächstes Jahr der Schweizer Vorsitz auf Dialog, Sicherheit und Vertrauen setzen würde.

00:13:53: Und das fand ich wirklich sehr interessant, weil auf der einen Seite, wie ich überlegt habe, dass es ungefähr was überall fehlt im Moment.

00:14:01: Auf der anderen Seite, diese drei Elemente sind eigentlich dekern von der OSCD als Organisation.

00:14:07: Insofern freue ich mich auf den Schweizer Vorsitz.

00:14:11: Deutschland ist zweitgrößter Beitragssaler in der USZE und größter freiwilliger Geber.

00:14:17: Was mich zur nächsten Frage führt, denn die freiwilligen Zahlungen sind durch neue Projekte, die nicht im Konsens beschlossen werden konnten aufgrund bestimmter Blockierer in der USZE.

00:14:28: Sind diese Ausgaben deutlich angewachsen, ist ODI auch davon betroffen?

00:14:32: Ah ja, absolut.

00:14:33: Also es gibt seit Jahrzehnt, einundzwanzig kein Konsens zum neuen Budget.

00:14:39: Das heißt, wir müssen immer noch mit dem Budget von einundzwanzig auskommen.

00:14:44: Also wenn man sich überlegt, wie die Inflation da noch in der Pandemie und danach, wie hoch das gegangen ist.

00:14:51: Also in Polen war das fast zwanzig Prozent teilweise.

00:14:56: Also das ist wirklich ohne diese zusätzliche Gelder von Deutschland und anderen großzügigen Gebenstaaten, während wir, ja, würde es schwierig sein, operativ zu bleiben.

00:15:09: Also, um klar zu sein, also, die geht nicht zum Markt.

00:15:12: Also, wir können nicht irgendwie zusätzliche Mittel auf dem freien Markt suchen, aber wir bekommen tatsächlich, sind diese zusätzliche Mittel von Gebestaaten immer, immer wichtiger.

00:15:24: Der größte Beitragssaler ist trotz der Kürzung in vielen humanitären Bereichen und so weiter sind die Vereinigten Staaten weiterhin.

00:15:32: Trotzdem sprechen natürlich viele Leute, wenn sie Richtung Washington gucken, nur von einer Krise im transatlantischen Verhältnis, sondern generell von massiven Umbrüchen.

00:15:42: Wie bewertest du das, wirkt sich das auch schon auf deine Perspektive, auf die Zusammenarbeit mit den Vereinigten Staaten aus?

00:15:49: Das werden wir mal sehen.

00:15:51: Das ist auch sehr diplomatisch ausgedrückt.

00:15:55: Ich sehr spannend finde ist, du hast es selber schon angesprochen, die Zusammenarbeit auf der einen Seite mit den Zivilgesellschaften, auf der anderen Seite mit den Staaten.

00:16:03: Gibt es da positive Veränderungen?

00:16:04: Werden Zivilgesellschaften heute breiter sozusagen involviert in relevanten Themenbereiche oder merkst du auch diesen shrinking spaces effect, dass die zivilgesellschaftlichen Räume eher in den letzten Jahren zunehmend enger werden oder schrumpfen?

00:16:21: Also, dass diese Raumschrumpf für die Zivilgesellschaft auf jeden Fall war.

00:16:27: Also, das sieht man überall und seit Jahren und es wird in viele Orte, es wird schlimmer.

00:16:31: Ich glaube, für uns, was positiv ist, ist die Zusammenarbeit.

00:16:36: Wir sind auch zusammengerückt.

00:16:37: Zusammenarbeit mit den Zivilgesellschaften, mit den Menschenrechtsverteidigen ist wirklich sehr ähnlich.

00:16:44: Und sehr schön.

00:16:46: Es war immer in vielen verschiedenen Themen, aber wir machen Schulungen, also wenn ich überlege, wir hatten letzte Woche ein Dialog für Religionsführer, die zu dir gekommen sind, um... das Thema Gewalt gegen Frauen zu diskutieren und wie Religionscommunities können da zusammenarbeiten, um Gewalt gegen Frauen zu bekämpfen.

00:17:09: Vor einigen Wachen hatten wir eine Schulung für Menschenrechtler, die an internationalen Grenzen agieren, um zu schauen, wie man denen helfen kann, ihre Arbeit zu machen, um sich zu machen, dass diejenigen, die an eine Grenze kommen und um internationale Hilfe bitten und bitten müssen.

00:17:28: wie die Menschenrechtler das monitoren können, wie sie dann rechtlich geholfen werden können.

00:17:35: Und deswegen gibt es diese komplett verschiedenen Themen, wo die Leute nach Houdir kommen.

00:17:42: Und sie können dann miteinander dann mehr machen.

00:17:46: Und ich habe auch zum Beispiel in diesem Bereich mit Juristen, die mit Migranten zusammenarbeiten, in komplett verschiedenen Staaten, dass sie durch uns zusammengekommen sind und sich besser vernetzen können.

00:18:00: Und dadurch können wir helfen.

00:18:02: Ein Punkt dazu, wenn man die Zeitungen liest, was wir alle machen und die Nachrichten schaut, kann es sein, dass man denkt, es gibt wirklich keine Hoffnung mehr.

00:18:13: Bei Odil, unsere Arbeit zeigt, dass es wirklich Hoffnungen gibt.

00:18:18: Wir bringen Leute zusammen, das sind manchmal Communities, die im Krieg miteinander waren vor nicht allzu lange Zeit.

00:18:25: Ethnischen Gruppen, Religionsgruppen, die wirklich nicht miteinander konnten.

00:18:31: Und wir sehen.

00:18:32: wie diese Dialogen steht und verstärkt wird, durch wo dir, und dass sie dann weggehen und dass sie das dann aufbauen können.

00:18:39: Und das ist was Wahnsinnig Schönes und ich denke, das ist im Moment in diesen Krisenzeiten wirklich wichtig, das vor Augen zu haben, dass es auch gute Sachen gibt.

00:18:49: Das wäre schon fast ein schönes Schlusswort.

00:18:51: Ich möchte dir trotzdem, weil wir in Jahreswechsel vor der Nase haben oder vor der Tür haben, möchte ich trotzdem doch noch einmal fragen, welche Projekte oder welche Erfolge du in diesem Jahr besonders positiv empfunden hast.

00:19:05: Vielleicht direkt mit der Frage danach, worauf du dich im nächsten Jahr besonders freust, hast du schon irgendwie eine Projektplanung für twenty-sextenzwanzig?

00:19:14: Ich glaube,

00:19:14: ich möchte erst mal schlafen, aber zur ersten Frage.

00:19:18: Also ich möchte nicht übertreiben, die Weltlage ist ja, wie sie ist, aber ich... Ich glaube fest daran, dass die OSCD einen Beitrag zum Frieden bieten und macht und dass dieses Jahr vielleicht schlechter gekommen wäre, wenn es diese ständige Rat jeden Donnerstag im Hofburg in Wien nicht gegeben hätte.

00:19:38: Also das zur OSCD, als Gesamtorganisation.

00:19:41: Bei ODI ist es schwer.

00:19:43: Also ich bin total stolz auf meine Kollegen, also die so leidenschaftlich sind, ihre Expertise.

00:19:49: Wir sind alle so fertig, wir haben kein Geld und wir machen weiter.

00:19:53: sich lohnt und weil wir wissen, dass das so viel glaubt und zumindest, dass das wichtig ist.

00:19:58: Aber wenn ich eine Sache wählen müsste, dann was mir aufgefallen ist dieses Jahr, das sind die Schulungen und die Webinars, die wir gemacht haben, um die Rechtsstaatlichkeit in der Ukraine zu stärken.

00:20:12: Das sind Schulungen und Treffen mit ukrainischen Richtern und Strafveteidige.

00:20:19: die von uns wissen wollten, in Kriegsverbrechenfällen, wie sie sich zu verhalten haben, gemäß internationalen Standards.

00:20:28: Und das fand ich wahnsinnig rührend in der gegenwärtigen Situation, dass sie sich dafür interessiert haben und dass sie daran arbeiten möchte.

00:20:37: Und das gibt mir auch.

00:20:38: Hoffnung für nächstes Jahr.

00:20:40: Liebe Katja, vielen Dank, dass du einen weiten Weg aus Warschau nach Berlin auf dich genommen hast, um als Sprecherin das Büros für demokratische Institutionen Menschenrechte etwas über eine wichtige Arbeit oder eure wichtige Arbeit zu erzählen.

00:20:51: Vielen Dank, dass du da warst.

00:20:53: Herzlichen

00:21:06: Dank.