00:00:02: Menschenrechte
00:00:03: nachgefragt.
00:00:04: Der Interview-Podcast der politischen Meinung und der Konrad Adenauer Stiftung, heute mit...
00:00:10: Ja hallo ich heiße Philipp Fatz Ich bin Referatsleiter beim Deutschen Akademischen Austauschdienst DAAD Und ich arbeite dort in der Stipendienabteilung.
00:00:19: Ich habe die Verantwortung und auch die große Freude kann man sagen Programme zu betreuen ja die Studierende in schwierigen und oft auch gefährlichen Lebenssituationen helfen akademische Perspektive eröffnen.
00:00:32: Eines dieser Programme ist das Hilde-Domin-Programm, das vom auswilligen Amt.
00:00:36: Liebe Philipp ganz herzlich willkommen in der Konrad-Adenau-Stiftung.
00:00:39: zum Podcast Menschenrechte nachgefragt – der politischen Meinung und der Konrat-Atenau- Stiftung!
00:00:44: In dieser Woche feiert ihr in Berlin euer fünfjähriges Jubiläum des Hildedomin-Programms und dazu möchte ich euch ganz herzlich gratulieren.
00:00:53: Vielen Dank.
00:00:53: Und ich freue mich sehr, dass du dir in dieser Jubiläumswoche Zeit nimmst mit uns über dieses wichtige Schutzprogramm zu sprechen.
00:01:03: Das Programm wurde vor fünf Jahren gegründet und nach Hilde Domien benannt.
00:01:09: Wer aber war eigentlich Hilde Domin?
00:01:12: Ja, Hilde Domen war eine... deutsche Schriftstellerin und insbesondere Lyrikabind.
00:01:17: Sie wurde in den Köln geboren, und ja das besondere Telefonien ist sie hat relativ lange im Exil gelebt.
00:01:23: Sie war zum Beispiel in der Jahr zweiunddreißig als Studentin schon in Italien und hat dann auch die Nazi-Herrschaft praktisch antizipiert und hat sich dann entschieden nicht mehr nach Deutschland zurückzukehren sondern ins Exil zu gehen mit ihrem Ehemann damals deutlich über zwanzig Jahre auch im Exil gelebt, insbesondere längerer Zeit auch in der dominikanischen Republik von der sie ja auch später ihren Namen bekommen hat.
00:01:50: Und sie ist dann, das hat ein, sechzig nach Deutschland zurückgekehrt und zwar hatte ihr Mann damals an DRD Stipendium und namens sind die wieder in die Bundesrepublik eingewandert haben dann in Heidelberg geliebt.
00:02:00: Sie hat im Exils schon angefangen Gedichte zu schreiben hat aber praktisch nach ihrer Rückkehr erst richtig damit begonnen, als Schriftstellerin und Lyrik aktiv zu werden.
00:02:09: Und diese Erfahrung von Exilverlust und auch Rückkehr hat sie in ihrer Lyrik verarbeitet – das ist sicherlich etwas Besonderes!
00:02:16: Sie hat einige Auszeichnungen erhalten und hat immerhin noch bis zum Jahr im Jahr für den Heidelberg gestorben.
00:02:25: Jetzt gibt es ja Tausende von Ex-Landen gerade in den Dreißiger-, Vierzigerjahren.
00:02:32: Warum?
00:02:33: Ist euch aus dem Netz Hildedomin als Namensgeberin in den Sinn gekommen?
00:02:38: Ja, das Besondere an die Hildedeomin ist dass sie praktisch aus unserer Sicht zumindest damals als wir das Programm konzipiert haben.
00:02:45: Wie kaum ein anderer Person diese Erfahrung von Exil Verlust und Neu anfangen in ihrer Lyrik auch verarbeitet hat und damit praktisch eine Art Vorbild ist.
00:02:55: Sie muss ja selbst vor Verfolgung fliehen und konnte erst viele Jahre später zurückkehren, und damit steht sie praktisch oder symbolisch für genau die Menschen, die das Hildedomin-Programm heute unterstützt – nämlich Studierende, denen Bildung in der Heimat verwert wird und die eine neue Perspektive benötigen.
00:03:13: Vielen Dank!
00:03:15: Es gibt ja auch weitere vom Auswärtigen Amt geförderte Schutzprogramme, zum Beispiel die Elisabeth selber Initiative für Menschenrechtlerinnen.
00:03:26: Die Martin-Rot Initiative für Künstlerinnen und Kulturschaffende dann von der Humboldt Stiftung, die Philipp Schwarz Initiative in Wiewald.
00:03:35: habt ihr euch an diese auch schon einige Jahre länger bestehenden Schutzprogrammen orientiert?
00:03:43: Ja, also es ist so dass wir Ende im Jahr zwanzig anfangen.
00:03:47: Das Heldetumin-Programm zusammen mit dem Ausweltigen Amt konzipiert haben und dabei haben wir uns in der Tat an bestehenden Programmen orientiert.
00:03:54: das sind die, die du gerade genannt hast.
00:03:56: aber noch mehr würde ich noch ein anderes Programm nennen und zwar das Norwegische Students at Risk Programm mit der Abkürzung STAR.
00:04:05: Ja, relativ ähnlich zum Hildedomeen-Programm ist.
00:04:08: Das fördert auch insbesondere gefährdete Studierende mit einem besonderen Fokus vielleicht nochmal auf das politische und zivilgesellschaftliche Engagement der Studierenden.
00:04:17: Und meines Wissens war dieses Starprogramm aus Norwegen damals das einzig wirklich vergleichbare Schutzprogramm für gefährdierte Studierender.
00:04:25: Und deswegen haben wir uns auch und insbesondere mit diesen Kolleginnen und Kollegen damals relativ eng abgestimmt haben verschiedene Gespräche mit ihnen geführt, haben uns angeschaut wie ist die Programmkonzeption, die Programmlogik und haben wir uns da relativ stark orientiert.
00:04:39: Haben Impulse aufgenommen.
00:04:40: das zeigt ich zum Beispiel auch in der Programmlogic und in Teilen auch in den Definitionen der Zielgruppe.
00:04:47: Darüber hinaus ist es so dass wir natürlich auch diese anderen Programme die vom ausbildigen Amt gefördert werden als Inspiration genommen haben.
00:04:54: Mit denen stehen wir aber auch insbesondere heute und aktuell im regelmäßigen Austausch.
00:04:59: Du hast zwanzig-zwanzig als Jahreszahl genannt.
00:05:03: Zwanzig, zwanzich waren ja die großen Proteste in Belarus und wenn ich das richtig weiß dann hat diese Situation in Belarus wo eine demokratische Bewegung gegen die Diktatur protestiert hat, hat auch etwas mit der Gründung eures Heldedominenprogramms zu tun.
00:05:23: Genau, das war praktisch der Auslöser kann man sagen.
00:05:26: Das war ja in den Wahlen im Jahr zwanzig als Lukaschenko in Anführungsstrichen gewählt wurde und als dann insbesondere viele Studierende auf die Straße gegangen sind und protestiert haben.
00:05:36: Daraufhin wurden viele von diesen Studierenden auch exmatrikuliert und teilweise auch inhaftiert.
00:05:42: Und das war praktisch der Initialzünder, dass wir gesagt haben Wir brauchen ein Schutzprogramm für gefährdete Studierendem.
00:05:48: Es gab damals schon die Philipp Schwarz Initiative für Gefährdete Forschende Und dann haben wir uns mit dem Ausbildingenamt abgestimmt und haben gesagt, wir müssen dieses Portfolio was es jetzt schon gibt im akademischen Sektor auch auf die promovierenden Studierenden ausweiten.
00:06:03: So gesehen kann man sagen war das ein wichtiger Ausfluss dafür dieses Unterstützungsangebot zu schaffen?
00:06:09: Das hat sich dann auch gezeigt dass am Anfang relativ viele studierende Ausbilder raus in die Förderung gekommen sind.
00:06:16: Gleichzeitig weil das Tele-Domie-Programm aber von Anfang an global ausgelegt Studierend aus diversen Ländern, aus praktisch allen Ländern der Welt nominieren und es hat sich dann in den nächsten Jahren auch so entwickelt dass mittlerweile sehr viele verschiedene Studierende aus vielen verschiedenen Ländern nominiert werden.
00:06:34: Kannst du zu diesen aktuellen Länderschwerpunkten etwas sagen?
00:06:39: Also zum Beispiel zu Afghanistan
00:06:43: Ja also Afghanistan war ja insbesondere nach der Macht über die Halibahnen- war es so, dass die Nachfrage aus Afghanistan extrem hoch war.
00:06:53: Damals für das Jahr zwanzig haben wir auch noch Sondermittel vom Ausbildendenamt erhalten und noch zusätzliche Stipendien nur für Personen aus Afghanistan zu vergeben.
00:07:04: Und das war ein ganz starker Schwerpunkt der bis heute fast schon man kann sagen nachhalt.
00:07:09: Es gibt nach wie vor sehr viele Nominierungen von Personen aus Afganistanen und auch nach wie fort Stipendi an diese Zielgruppe.
00:07:17: Aber es ist auch so, dass andere politische Entwicklungen sich auswirken auf die Nominierungs- und Bewerbungszahlen.
00:07:23: Zum Beispiel gab das ja auch den Militär Bröttsch in Myanmar – das war auch zum Beispiel ein Zwanzig, müsste es gewesen sein.
00:07:28: Dann gab es Entwicklungen in Sudan, kriegereiche Entwicklungen seit dem Jahr zwanzig.
00:07:34: Und all diese Krisen spiegeln sich ein bisschen auch an der Anzahl der Nominierungen wieder, und zwar tendenziell ein bisschen zeitverzögert.
00:07:41: Man kann dann sagen, in einem Jahr gibt's da eine Krise und einige Monate oder im Jahr darauf werden dann Leute aus diesen Ländern auch verstärkt nominiert, sodass die Krisen der letzten Jahre sich in der Tat auch in den Stifendienzahlen niederspiegeln.
00:07:55: Wie kommt es eigentlich dass sich aktuelle gesellschaftliche politische Entwicklungen, Krisen und Kriege in den Herkunftsländern doch so deutlich auf das Bewerberfeld Erfahren Bewerber beispielsweise jetzt in Sudan oder in Afghanistan überhaupt, dass das zählte Domienprogramm in ihren Fällen ein Studium in Deutschland oder eine Promotion in Deutschland ermöglichen könnte.
00:08:19: Ich denke mal gerade bei Afghanistan oder bei Ländern, wo relativ viele Studierende schon im Programm sind.
00:08:24: Es ist insbesondere auch eine Art Mund-zu-Mund-Propaganda von der Diaspora in die Heimatwender hinein und dann gibt es natürlich viele Studiere, vielleicht aus dem Programm auch oder Communities aus diesen Ländern, die in Deutschland jetzt schon leben und die dann vielleicht auch zivilgesellschaftlich engagiert sind in Vereinen und die dafür sorgen dass auch weitere Landsleute nominiert werden fürs Programm.
00:08:46: Ein weiterer Punkt ist sicherlich Ja, ich glaube mal die deutschen Hochschulen, die auch ein relativ gutes Auge dafür haben.
00:08:53: Wo vielleicht Leute Unterstützung benötigen im akademischen Bereich?
00:08:57: Das war jetzt zum Beispiel bei Sudan der Fall und da kann man sagen, haben die Hochschule auch Sensibilitäten gespürt dafür den man jetzt vielleicht nominieren könnte.
00:09:06: Und das für dich ist noch ein zweiter wichtiger Punkt, der sich auch in den Programmzahlen widerspiegelt
00:09:12: Wie viele Bewerbe habt ihr bis jetzt überhaupt
00:09:15: gefördert?
00:09:17: Also wir haben, ich glaube so ungefähr, zwei tausend sechshundert Nominierungen erhalten insgesamt und haben insgesamt zweieinachtzig Stipendien vergeben.
00:09:25: Man kann also grob sagen dass ja gut einer eine von zehn nominierten Personen am Ende ein Stipendeum erhält.
00:09:31: da sieht man die Nachfrage ist deutlich höher als das verfügbare Stipending-Angebot.
00:09:36: Die geförderten kommen insgesamt aus vierundzwanzig verschiedenen Ländern Und Schwerpunkte sind Afghanistan Iran und auch Belarus würde ich mal sagen.
00:09:45: Es zeigt deutlich, der Bedarf ist groß und das Programm erreicht Menschen in ziemlich unterschiedlichen Krisensituationen.
00:09:51: Was ich interessant finde es geht ja um gefährdete Wissenschaftler.
00:09:56: ihr habt aber auch schon Studienanfängern eine Förderung ermöglicht oder angeboten.
00:10:02: wie hat sich das bewährt dass ihr so jungen Akademikaner das Programm anbietet?
00:10:08: Da kann ich zwei Sachen zu sagen, und zwar einerseits hat es sich bewährt.
00:10:11: Einerseits auch nicht um das so mal zu sagen.
00:10:14: Ich kann das mal genauer erläutern.
00:10:15: also wir haben in den ersten Jahren oder bis zuletzt auch relativ viele Stipendien vergeben an Bachelor Studierende.
00:10:23: Und dass ist grundsätzlich gut so denn da gibt's einen großen Bedarf.
00:10:27: weltweit gibt es einfach Personen die ein Abitur einen Vergleich beim Abschluss machen und dann nicht studieren können einfach weil die Universitäten nicht entsprechend die Programme anbieten oder gar nicht erst ja Leute aufnehmen.
00:10:39: Dieser Bedarf ist da und es gibt gerade im DRD-Portfolio kaum Bachelorstipendien, also es gibt ein Programm für die deutschen Auslandsschulen, für Absolventinnen und Absolventen dieser Auslandschulen.
00:10:49: das sind natürlich hoch qualifizierte Leute, die super Deutsch sprechen, die dann auch hier relativ leicht Fuß fassen können.
00:10:55: darüber hinaus gibt es aber kaum Bachelor Stipendium und aber eben gleichzeitig diesen weltweiten Bedarf.
00:11:01: so gesehen ist es sinnvoll diese Stipending anzubieten.
00:11:04: wir haben es zuletzt allerdings ein bisschen ausgesetzt und zwar hat damit zu tun, dass die Bachelorförderung auch herausfordernd ist.
00:11:11: Denn viele Schulabschlüsse von Sekundarschulen berechtigen eben nicht in Deutschland einen Bachelorstudium aufnehmen zu können.
00:11:18: Ich kann jetzt mal das Beispiel aus Afghanistan nehmen zum Beispiel.
00:11:22: Dort muss man erstmal vier Semester an einem Bachelorprogramm studiert haben um eine Hochschulzulassung zu bekommen.
00:11:28: Das heißt, viele Kandidaten sind motiviert und talentiert Aber haben von wellen nicht die Chance aufgenommen zu werden, keine Hochschutzberichtung.
00:11:38: Dann kommen noch staatliche Hürden hinzu.
00:11:40: Die meisten Bachelorprogramme werden auf Deutsch angeboten.
00:11:43: Das heißt wer nicht fließend Deutsch spricht hat auch erst mal keine Chance.
00:11:47: Dann gibt es durch die Studienkollegs da ist es so die können natürlich dafür sorgen dass jemand mit entsprechenden Voraussetzungen sich qualifiziert für ein Bachelorprogramm Aber diesen auch kompetitiv.
00:12:00: Man kann also nicht einfach sich da anmelden, sondern man muss auch einen Ausfallverfahren durchlaufen und die Sprache in den Studienkollegs ist auch wiederum Deutsch.
00:12:06: Da muss man also auch B zwei oder sogar B eins Deutsch können um überhaupt sich fürs Studienkordekt qualifizieren zu können.
00:12:13: Das heißt, die Hochschulzulassung ist oftmals eine Herausforderung Und das hat dazu geführt dass wir trotz zahlarche Nominierungen vielen Bewerbenden absagen mussten.
00:12:23: leider Und deshalb haben wir die Förderung auch zunächst erstmal ausgesetzt.
00:12:26: Wir prüfen aber, ob wir sie künftig unter klareren Voraussetzungen wieder aufnehmen können und wenn das der Fall sein sollte würden wir uns natürlich entsprechend kommunizieren.
00:12:35: Was kannst du uns über den Anteil der Promovierenden sagen?
00:12:39: Gibt es da auch schon Erfolgsmeldungen, beispielsweise abgeschlossene Promotionen.
00:12:44: Ja ich habe das nicht alles ganz genau im Detail im Kopf aber wir haben glaube ich ungefähr ein Drittel der Stipendien an Promovieren vergeben also knapp hundert dieser zweieinachtigstependien und die ersten haben es auch schon geschafft ihren Abschluss zu erzielen.
00:12:59: Die meisten Stipendien gehen aber an Masterstudierende.
00:13:03: Da gibt es die größte Nachfrage und deswegen ging die meisten auch an Master-Studierende, aber Promotion ist in der Tat ein wichtiges Feld nachgefragt.
00:13:11: Und da gibt es eben oftmals Leute, die vielleicht ihren Master schon in Deutschland gemacht haben dann ins Heimatland zurückgegangen sind und dort aufgrund einer Krise nicht mehr promovieren können obwohl sie das eigentlich wollten von der Hochschule, wo sie den Master gemacht haben auch nominiert und machen dann dort auch ihre Promotionen.
00:13:31: Da gibt es sicherlich eine andere Erfolgsgeschichte auch die wir im Programm zu verzeichnen
00:13:35: haben.
00:13:36: Wir haben jetzt schon ein paar Ländernamen gehört.
00:13:38: Erfreien Istanbulerus Iran.
00:13:41: Wie sieht die Gefährdungslage zum Beispiel konkret in einem dieser Länder aus?
00:13:47: Kannst du uns das beschreiben?
00:13:48: was führt dazu dass jemand nicht in seiner Heimat Die Uni besuchen kann oder einen Abschluss eine Promotion machen kann?
00:13:55: Ja, ich habe gerade schon Afghanistan erwähnt.
00:13:58: Ich bleibe mal bei Afghanistan.
00:14:00: Da sind Frauen seit dem Jahr zwanzigundzwanzig praktisch von Hochschulbildung ausgeschlossen.
00:14:04: Sie dürfen also gar nicht am System teilnehmen strukturell für sie nicht möglich und kann mir ein ganz konkretes Beispiel nennen.
00:14:12: Also wir haben eine Stipeniatin im Programm aus diesem Land Afghanistan.
00:14:16: die konnte bevor sie das Stipendium angetreten ist nicht alleine ihr Haus verlassen ohne dass einen Mann sie begleitet hat.
00:14:23: Und jetzt, das war es dann in ein, zwei Jahre später.
00:14:26: Jetzt forscht sie an einem Exzellenzklaster der TU Berlin im Bereich Medikamentenentwicklung.
00:14:32: Das ist potenziell auch lebensrettend.
00:14:34: D.h.,
00:14:34: er hat sie über ihrer Forschung auch einen gesellschaftlichen Nutzen und eine gesellschaftliche Wirkung, die sie erzielt.
00:14:41: Man kann sagen vor ein oder zwei Jahren konnte sich das Haus nicht alleine verlassen.
00:14:45: Jetzt betreibt sie internationale Spitzenforschung.
00:14:48: Das zeigt einfach für viele geförderte, dass viele Domienprogrammen Ja, eine Art Wendepunkte in ihrem Leben.
00:14:54: Das ist ne ganz besondere Erfolgsgeschichte natürlich.
00:14:56: Es gibt natürlich andere Länder wo es ein bisschen anders aussieht also Belarus zum Beispiel.
00:15:00: da sehen wir vor allem politische Repressionen wie schon auch eben erwähnt wurde mit den Studierenden Protesten und Ex-Mitrikulationen und dieses Engagement Iran aktuell ein großes Thema mit diesen ja politischen Repression der Protestbewegungen auch mit Internet Lockaden, sodass viele Geförderte auch gar nicht erst Kommunikation aufnehmen können nach Deutschland zum Beispiel zu einem potenziellen Supervisor.
00:15:24: Das ist auch ein großes Problem.
00:15:26: Wir haben jetzt in der letzten Auswahlrunde erlebt dass einige Kandidatinnen und Kandidaten aus Iran ihre Bewerbung nicht selber einreichen konnten weil sie keine Internetzugriff hatten sondern dann über Dritte oder die Gasthochschulen diese Bewerbungen haben einreichen lassen und es dann doch in einigen Fällen noch gestafft haben was natürlich enormer Einschränkungen ja und Mühren machen.
00:15:44: so dann Herstieg und Gewalt, so dass Hochschulen oft geschlossen sind an Studium schlicht gar nicht mehr möglich ist.
00:15:51: Also was all die Situation verbindet ist das ja Bildung systematisch eingeschränkt oder auch komplett wegfällt.
00:15:58: beim Hildermin-Programm ist es dann eben noch so, dass zusätzlich zu diesen systemischen Faktoren in aller Regel auch eine individuelle Gefährdung nachgewiesen werden muss.
00:16:07: Das heißt es reicht dann noch nicht aus, aus einem Kriegsland zu kommen sondern man muss auch an die individuelle Geferdung glaubwürdig darstellen können.
00:16:15: das ist bei den geförderten auch der Fall.
00:16:17: Jetzt habt ihr ja verschiedene Auswahlprozeduren, also eine gefährdeten Prüfung und eine akademische Prüfungen.
00:16:25: Wie hoch ist die Bedeutung der akademischen Qualifikation für die Auswahl im Gegensatz zur konkreten Gefährdung der Bewerber?
00:16:35: Die akademischem Potential ist doch sehr wichtig muss ich ganz klar sagen.
00:16:39: Die Gefährdung ist eine notwendige Voraussetzung, um am Programm teilnehmen zu können.
00:16:43: Aber eben sie ist nicht hinreichend.
00:16:45: Es ist also kein Programm für gefährdete Personen die dann einfach Zwecks Migration sich für ein Studium einschreiben sondern es ist ein Programm für gefährdete Studierende und insofern wird die Gefährderung dann auch validiert aber sie wird nicht bewertet im Sinne einer Bepunktung.
00:17:02: Also wir schauen uns die Nominierung an und die Gefärdungsbeschreibungen und validieren dann wenn das glaubwürdig Dann ist die Person im Wettbewerb, kann man dann sagen.
00:17:12: Wir holen natürlich auch teilweise externe Expertinnen und Experten noch dazu um nochmal das besser einschätzen zu können.
00:17:18: Wenn man aber einmal diese Hürde genommen hat was bei den meisten Nominierten der Fall ist, dann bleibt man verfahren und dann spielt eigentlich nur noch das akademische an eine Rolle.
00:17:27: Die letzte Entscheidung trifft dann auch einer Akademischer Auswahlkommission.
00:17:30: da sitzen Professorinnen und Professoren deutscher Hochschulen drin, die führen Interviews mit den Bewerbern und entscheiden dann, ob sie für eine Förderung in Frage kommen oder nicht.
00:17:40: Und von denen die für eineförderung infrage kommen, da wird dann noch eine Art Rangliste erstellt und dann je nachdem wie viele Stipendien verfügbar sind, wird dann halt gemäß der Rangliste das bedient.
00:17:51: aber am Ende entscheidet dann auch letztlich nur das Akademische um einfach auch sicherzustellen dass die Erfolgsaussichten hoch sind.
00:17:59: Wie hoch ist eigentlich der Anteil der geförderten?
00:18:02: Die dann nach Beendigung ihres Studiums in Deutschland bleiben?
00:18:06: Also systematische Zahlen haben wir da noch nicht, kann aber vergleichend den OECD-Daten heranziehen.
00:18:13: Und da ist es so dass die sogenannte Retention Rate also die Verbleibquote nach zehn Jahren in Deutschland bei fortyfünf Prozent liegt was ja schon relativ hoch ist auch im internationalen Vergleich und ich würde denken das beim Hildemireborm eher noch höher ist.
00:18:28: Wir haben eine erste eigene Erhebung letztes Jahr gemacht.
00:18:32: Das war aber natürlich erst mal keine systematische Wissenschaftlerhebung, sondern erstmal für uns selbst zu wissen und zu gucken was machen die ersten Alumni so.
00:18:40: Und da ist es so dass alle die sich gemeldet haben noch in Deutschland waren und auch alle schon in Lohn-und-Brot fahren kann man sagen.
00:18:48: also sie haben in der Privatwirtschaft oder auch teilweise in der Wissenschaft gearbeitet sodass ich denken würde das viele Hildedeminealumni nach der Förderung in Deutschland bleiben und sich hier ein Leben
00:18:58: aufbauen.
00:18:59: Deutschland benötigt hier gut ausgebildete Menschen.
00:19:03: Wie sieht es trotzdem aus mit dem Aspekt des Braindrain?
00:19:07: Weil die Menschen kommen ja aus Ländern, die starke Entwicklungsprobleme haben wie Afghanistan.
00:19:13: Potenziell könntest du dir vorstellen dass man auch wenn sich diese Situation in einigen der Herkunftsländern verbessert das man dann auch Unterstützung anbietet um beispielsweise die Rückkehr an heimische Hochschulen zu fördern.
00:19:30: Gibt es da solche Modelle?
00:19:32: Ja, ich kann da vielleicht als Beispiel mal... Also ich würde sagen ist relativ jung.
00:19:36: Da haben wir noch nicht die ganz großen Erfahrungswerte.
00:19:39: Ich könnte als Beispiel einmal das Programm Leadership for Syria herannehmen sehen.
00:19:43: Das wurde im Zuge der Flüchtlingskrise jetzt auch in den Fünfzehnten konzipiert.
00:19:47: Das hat der DRD durchgeführt insbesondere auf Masterniveau und da wurden über zwei Hundert Stipendien vergeben Und dann gab es eine relativ umfangreiche Begleitförderung auch mit diversen Qualifizierungsmaßnahmen.
00:19:59: Es wurde also relativ viel in die einzelne Person investiert, das Ergebnis war aber dass die alle jetzt mittlerweile sehr gut in Deutschland integriert sind und einen Job haben.
00:20:09: teilweise gehen die Kinder im Kindergarten oder zur Schule einige haben sogar die deutsche Staatsbürgerschaft.
00:20:15: Das heißt diese Leute werden zumindest Die meisten von ihnen nicht dauerhaft nach Syrien zurückkehren.
00:20:21: Das liegt also nicht nur an der Lage im Heimatland, sondern es liegt auch in Deutschland.
00:20:27: Wenn ich mir hier ein gutes Leben aufgebaut habe muss schon viel passieren, dass sich das aufgebe und ich dann wieder ins Heimatlands zurückkehe.
00:20:35: Aber diese Alundi sind sehr motiviert.
00:20:37: sie bleiben nach wie vor mit Personen aus ihrem Heimatern in Verbindung aus der Diastboy heraus und unterstützen dort auch wissenschaftlich oder auch wirtschaftlich.
00:20:47: Ich kann zum Beispiel als Beispiel nennen, dass der DAD ausmitteln des Auswetteligen Amtes auch ein Programm initiieren wird dieses Jahr.
00:20:55: Wo wissenschaftliche Alumni des DAD, die jetzt im Wissenschaftssystem sind, als Kurzzeitdozenten nach Syrien fahren werden um dort über Experten Einsätze Lehre und Forschung zu verbessern an Hochschulen in Syrien insbesondere in Damaskus.
00:21:11: Das ist ein erster Schritt.
00:21:12: das müssen wir natürlich gucken wie es erst dann anläuft Aber das sind erste Schritte.
00:21:16: und dann merkt man, diese Alumni sind alle hochmotiviert.
00:21:19: Die sind auch alle zusammengeschlossen in Vereineln und sind engagiert beim Wiederaufpulsierungs mitzuhelfen.
00:21:26: Das heißt aus der Diaspora heraus würde ich sagen ist da sehr viel Potenzial Und das glaube ich wird auch bei dem Militaminprogramm so sein.
00:21:33: die dauerhafte Rückkehr glaube Ich wird aber eher die Ausnahme bleiben.
00:21:37: meiner Vermutung nach
00:21:38: Jetzt gibt es nicht nur Menschen unschabilen Ländern, die es nach Deutschland zieht zur Wissenschaftsvorsetzung ihrer wissenschaftlichen Laufbahn.
00:21:49: Sondern viele Länder.
00:21:50: und seit zwei Jahren ungefähr gibt es jetzt das europäische Schutzprogramm Supporting at Risk Researchers with Fellowships in Europe, kurz SAVE.
00:22:00: Und dazu würde ich gerne mit dir sprechen.
00:22:02: Euer Vorsitzender oder Präsident des DEAD Professor Doktor Mukadji hat dazu gesagt Ich zitiere einmal, wir sehen weltweit dass die Wissenschaftsfreiheit zunehmend unter Druck gerät.
00:22:15: Daher wird die Bedeutung von Schutzprogrammen für bedrohte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler innerhalb der EU beständig größer.
00:22:23: Und Zitat Ende Wie arbeitet ihr seitens der AD und Televon Programm mit diesen neuen SAFE Program zusammen?
00:22:31: Das SAFE Programm wird auch bei mir im Referat umgesetzt das heißt die Kolleginnen Kollegen sitzen praktisch auf dem selben Flur zusammen und arbeiten so gesehen relativ eng zusammen.
00:22:42: Das bezieht sich insbesondere auf den Erfahrungsaustausch, ja also man muss sagen die Programme werden ja von unterschiedlichen Geldgeber finanziert und adressieren auch ein bisschen unterschiedliche Zielgruppen.
00:22:52: deswegen ist die konkrete Implementierung schon getrennt in getrennten Teams, die auch über getrennte Geldgebers finanzierte werden.
00:22:59: aber dieser Erfahrungsaustausche ist natürlich sehr gut möglich weil die Leute eben bei mir im selben.
00:23:05: Wir hatten den Referatarbeiten.
00:23:06: Das war bei SAFE insbesondere so, dass in der Aufbauphase des Projekts die Expertise aus dem Hildedemine-Programm eingeflossen ist unter anderem auch im Auswahlverfahren und generell bei der Konzeption des Projeks.
00:23:18: Der Ausdurch ist aber auch keine Einbahnstraße.
00:23:20: wir sehen also auch das SAFE Projekt sehr inspirierend sein kann für das Hildedeemienprogramm.
00:23:26: Also ganz konkret haben wir zum Beispiel ja die Gefährdungsanalyse Auch ein bisschen modifiziert im Hinblick auf die Erfahrungen, die wir im SAVE-Projekt gemacht haben.
00:23:35: Da haben wir das Verfahren nochmal ein bisschen standardisiert und das Raster mit dem wir die Gefährdung erfassen noch mal weiter standardisiert auf Basis von SAVE auch.
00:23:45: Das ist wie so was man da eins zu eins probiert aber es ist doch eine relativ große Einfluss, eine große Inspiration.
00:23:52: Und ja, da sieht man dass diese EU-Projekte auch fachlich einen Mehrwert bieten können weil sich die Teams gegenseitig besfruchten.
00:23:59: Das würde ich sagen, ist schon sehr positiv zu
00:24:02: bewerten.
00:24:03: Welche Länder sind denn jetzt in diesem Safe-Programm aus der Europäischen Union noch involviert?
00:24:08: Ich glaube Frankreich ist ziemlich stark dran.
00:24:11: Ja das ist ein europäisches Konsortium.
00:24:13: es gibt zwei Partner aus Frankreich Campus France und Collège de France und noch einen Partner aus Italien die Vereinigung der Hochschulen des Mittelmeerraums
00:24:22: UNIMED
00:24:23: Und der, der dir als Federführer.
00:24:24: Wir führen das Projekt also zu vier Organisationen durch.
00:24:27: Das ist ja in der Regel bei EU-Projekten so, dass man es nicht alleine macht sondern meistens mit Partner-Angestellationen und es ist so, daß wir diese Partner relativ gut ausgewählt haben, würde ich sagen auch bewusst ausgewollt haben.
00:24:40: Also mit einigen haben wir vorher auch schon verschiedene andere Projekte durchgeführt.
00:24:44: D.h.,
00:24:45: da sieht man einfach die Erfahrung im EU-projektbereich Sowohl was das aufsetzen als auch, dass die Durchführungsprojekte sehr viel Erfahrung haben.
00:24:54: Weshalb die Zusammenarbeit da auch sehr gut funktioniert.
00:24:57: und dann gibt es andere Partner, die vielleicht gerade Expertise haben in diesem Wissenschaftsbereich gefährdete Forschende, was auch wiederum eine fachliche Bereicherung fürs Projekt ist.
00:25:05: Und insgesamt würde ich sagen läuft das gut im Safe-Projekt.
00:25:09: Es gibt auch relativ viele Hostländer.
00:25:12: Das ist vielleicht nochmal ein Unterschied.
00:25:14: Es gibt im Safe Projekt Ich habe es jetzt nicht im Kopf aber ich würde sagen um die fünfzehn, sechzehn verschiedene Host Countries, die mindestens einen oder auch mehrere Fellows aufnehmen.
00:25:23: Deutschland ist da aktuell sogar federführend an der Spitze weil wir auch die größte Einwohnerzahl haben wahrscheinlich die größten Hosting Capacity.
00:25:32: aber wie gesagt das ist europaweit verteilt.
00:25:34: im Safe
00:25:35: Projekt.
00:25:36: Jetzt haben wir ja schon ausgehend auch von der Persönlichkeit von Hildedomin als Exilantin, auch über die spezifische deutsche historische Komponente bei dieser ganzen Angelegenheit gesprochen.
00:25:51: Wie ist das Verständnis jetzt in Italien-Frankreich beispielsweise hinsichtlich Exil ausgeprägt?
00:25:58: Merkst du da dass man da sehr ähnlich tickt oder muss man für bestimmte Deutsche sehen?
00:26:06: auf das Thema Exil und Aufnahme aus schwierigen Ländern muss man da zum Teil auch noch Unverständnis werben, beispielsweise.
00:26:15: Letztlich haben wir mit den Partnern ein Verfahren abgestimmt wie die Leute ausgewählt und betreut werden sollen in dem Projekt.
00:26:22: Das heißt es ist weniger nach gut Dünken sondern mehr nach strategisierten Verfahren und an die Verfahren orientieren halten wir uns alle daran.
00:26:31: Da gibt es nicht die ganz großen Diskussionen.
00:26:34: Aber ich kann zum Beispiel berichten, aus der Auswahlsitzung die wir am Ende hatten mit den Kandidaten, Kandidatinnen und Kandidatten, die noch übrig geblieben sind.
00:26:42: Da war es eine sehr große Auswahlkommission, die diverse Länder, Fachbereiche und Expertisen abgedeckt hat.
00:26:48: Und dann ging es dann darum wie geht man mit den Bewerbenden aus dem Gasastreifen um
00:26:54: z.B.,
00:26:55: allgemein aus den palästinensischen Gebieten?
00:26:57: Und da gab's dann sowohl Stimmen, die sich ganz klar dafür eingesetzt haben Höchst gefährdet und müssen unbedingt in den engsten Kreis kommen.
00:27:06: Und dann gab es andere, die das ein bisschen vorsichtiger gesehen haben, die vielleicht eher aus Deutschland mit der deutschen Perspektive darauf geschaut haben und gesagt haben, da müssen wir aber vorsichtig sein aufgrund unserer historischen Verantwortung auch gegenüber Israel natürlich nun auch.
00:27:20: Das Gute ist dass es natürlich in unserem Gesamtgremium anhand gewisser Vorgaben und Leitliniebeeren haben, am Ende auf Basis einer Diskussion auch zum guten Ergebnis kommt.
00:27:30: Dann wird also dann nicht willkürlich irgendjemand ausgewählt oder nicht rausgewählt, sondern das gleicht sich anhand eines Auswahlverfahrens.
00:27:38: Das gut ausgearbeitet ist in einer Diskussionen, die man auch zulässt, gleicht es dann soweit ab, dass am Ende auch die Leute ausgewählt werden, die es am meisten verdient haben.
00:27:49: Insgesamt glaube ich, dass gut klappt auf europäischer Ebene.
00:27:53: Das ist eine sehr erfreuliche Nachricht nach so kurzer Zeit, dass sich das so gut etabliert hat.
00:27:58: Gibt es eigentlich weitere menschenrechtspolitische Institutionen mit denen ihr zusammenarbeitet um die Wissenschaftsfreiheit zu schützen, das Recht auf Bildung national und international zu unterstützen?
00:28:09: Also es gibt relativ viele Organisationen auch Deutschland, teilweise auch in Ausland, mit dem wir zusammenarbeiten.
00:28:15: Es ist aber weniger strukturell, dass wir da Verträge haben.
00:28:19: Es ist eher so, dass viele Menschenrechtsorganisationen auch Kandidaten nominieren für das Programm.
00:28:25: Da sind wir sehr dankbar dafür, denn durch diese Nominierungen halten wir Zugang zu Zielgruppen, die vielleicht sonst nicht so erschließen könnten.
00:28:32: Gerade die Menschenrechteorganisation, die einen regionalen Schwerpunkt haben, haben dann natürlich eine gewisse Expertise, die dem Programm zugutekommt und immer wieder versorgt, dass interessante Persönlichkeiten vorgeschlagen werden fürs Elitimienprogramm.
00:28:46: Besonders positiv sind auch unsere Erfahrungen mit den deutschen Hochschulen, die einfach wenn sie nominieren in der Regel schon prüfen ob die Personen zulassungsberechtigt sind und dann auch gute Erfolgschancen haben um an der Hochschule zu studieren.
00:29:00: Deswegen haben wir da auch gute Erfahrungen gemacht.
00:29:03: bei den Menschenrechtsorganisatoren ist es so.
00:29:05: Da ist noch ein relevanter Punkt die Expertise die da einschließt von Fachleuten zum Beispiel im Bereich der Gefährdungseinschätzung.
00:29:14: Es gibt ja Nominierungen aus diversen Ländern und da will man natürlich sicherstellen, dass die nominiert werden auch wirklich einer Gefährderung unterliegen und zurecht für dieses Programm nominieren werden das vielleicht nicht irgendjemand ich sage mal von einem gewissen Regime geschickt wird als Spionien-Spion oder sowas kann man ja auch nie hundertprozentig ausschließen.
00:29:32: aber mit einem Expertenumfeld aus diesen Menschenrechtsorganisationen kann man da zumindest eine von dir der Einschätzung bekommen und da spielen diese Organisationen auch eine richtig große Rolle.
00:29:42: Jetzt hast du angesprochen, dass es natürlich theoretisch möglich wäre das es Spione gibt unter den Bewerbern.
00:29:50: umgekehrt könnten aber auch die Regime dieses Stipendiaten verfolgen.
00:29:56: wie sieht's da eigentlich mit der Gefährdungslage konkret aus beispielsweise durch transnationaler Repression?
00:30:02: Wie sicher fühlen sich eure Stipendiatinnen in Deutschland?
00:30:06: Das ist ein hochaktuelles Thema der Transnationale Repression und wir haben jetzt keine Systematikerhebung gemacht, aber schon mit einzelnen Stipeniatern mal gesprochen wie sie das einschätzen.
00:30:16: Und das Gute ist es gibt keine ganz konkreten Fälle die uns bekannt sind, wo Stipendiaten von transnationaleren Personen berichten.
00:30:26: Das heißt es ist nicht das ganz große Problem dass wir erfahren oder die Stipendien erfahren Aber wir müssen's auf dem Schirm haben Denn relativ viele Stipendiaten kommen aus Ländern, die im Bereich dieser TNR sehr aktiv sind.
00:30:44: Einzelne Länder kann man jetzt vielleicht nennen und ich habe Belarus, Iran, Türkei auch diverse andere Länder auch Und so ist natürlich potenziell schon das Thema auf der Agenda.
00:30:56: Wir haben aber zum Glück noch nicht die ganz großen Rückmeldungen Was ich vielleicht noch nennen könnte was Auch eine Form von Transparenz einer Person ist Auslaufen der Pässe.
00:31:06: Das ist ein Thema, beispielsweise aus Mürnmaar wissen wir das, dass Stipendiaten ihren Pass nicht verlängern können und dann ein Problem haben bei der Ausländerbehörde wenn sie ihrer Aufenthaltserlaubnis verlängeren möchten.
00:31:17: Das isst ein Thema das uns jetzt auch schon gut beschäftigt.
00:31:21: War ich am Anfang zu optimistisch, dass ich gesagt habe das ist kein Thema aber das ist definitiv ein Thema.
00:31:26: Bei Belarus wissen wir es gibt dieses Dekret, dass man in Belarus den Passen hoferlängern kann.
00:31:31: Das ist natürlich für die Stipendiaten keine Option.
00:31:33: da arbeiten wir eng mit dem ausbildlichen Amt zusammen und haben entsprechende Unterstützungs- schreiben für die Ausländerbehörden auch erstellt wo die Gefährdungstage in den Ländern auch noch mal beschrieben wird.
00:31:45: Bisher waren es zum Glück nur einzelne Fälle.
00:31:47: Und bisher ist jetzt mir kein Fall bekannt, wo ich weiß die Stippenjahr hatten ausgelaufen im Pass, hatten aufgelaufen der Aufmerzerlaubnis und sind praktisch hier ohne Schutz in Deutschland.
00:31:58: Das ist bisher auch nicht vorgekommen.
00:32:00: aber es gibt jetzt erste vereinzelte Fälle wo wir uns sicherlich darum kümmern müssen und das natürlich
00:32:06: auch tun.
00:32:06: Ihr habt jetzt ungefähr zweihundertfünfundachzig hast du gesagt, Stipendiaten.
00:32:11: Wie klappt eigentlich die Vernetzung unter den Stipangiaten und was können sie potenziell voneinander lernen gerade auch bezüglich des individuellen Umgangs mit der möglichen Gefährdungslage?
00:32:26: Es ist so dass die Stipaniaten wenn sie einmal im Programm sind erstmal auch gleich behandelt werden mit anderen geförderten,
00:32:34: d.h.,
00:32:35: sie nehmen an den regulären Stipendiatentreffenteil und da gibt es dreimal im Jahr ein großes Stipendiatentreffen was nicht fachlich sondern regional organisiert ist.
00:32:43: das heißt die geförderten aus der Region werden eingeladen und daneben pro Probe geschätzt.
00:32:48: um die fünf Hundertteile sind auch mehr stipendiaten in Stipengarten teil an dem Treffen und da sind die Dominic Stipediaten auch dabei.
00:32:55: Da steht dann auch kein Label at Risk Student oder so was, sondern das ist eine ganz normale Studierung, die wir dann auch mitmachen bei diesen Programmen.
00:33:02: Das ist erstmal eine wichtige Plattform um untereinander aber auch mit anderen Studierenden in Kontakt zu treten.
00:33:07: Es ist sehr beliebt bei den geförderten.
00:33:09: darüber hinaus haben wir aber auch noch eigene Events die wir durchführen mit den Stipeniatern und Stipinaten um sie miteinander zu vernetzen.
00:33:17: Und ein wichtiger Punkt ist noch das Begleitprogramm, das Heldounine Training Programme.
00:33:25: was der DRD zusammen mit der Universität Konstanz und jetzt ganz neu auch Bielefeld anbietet.
00:33:32: Und zwar werden die Stipendiaten dort überfachtlich weiter qualifiziert, es gibt neben digitalen Angeboten auch Präsenztreffen bei diesen Maßnahmen.
00:33:41: Da ist es so dass die Stippendiaten zusammenkommen und auf einen geschützten Raum haben wo nicht andere Personen auch nicht der DAD dabei sind sondern untereinander vielleicht noch mit dem Trainer können sie sich austauschen auch zu ihren Fluchterfahrungen, zu ihren verschiedenen Hintergründen und können dann feststellen Sie sind nicht alleine.
00:33:58: Es gibt andere Leute die eine ähnliche Erfahrung gemacht haben und das da ist in der Rückmeldung sehr positiv dass man einfach durch diesen Austausch mit anderen die Ähnliches erlebt haben durchaus doch nochmal besser damit zurecht kommt es besser verarbeiten kann und diese Präsenztreffen im Rahmen des Begleitprogramms sind sehr wertvoll.
00:34:19: Das klingt auf jeden Fall sehr, sehr gut.
00:34:21: Deshalb muss ich jetzt doch leider zum leidigen Thema Finanzierung kommen!
00:34:25: Wir hatten im letzten Podcast über humanitäre Hilfe gesprochen die ja drastisch reduziert wurde um zwei Drittel und auch vom Auswärtigen Amt sozusagen dem Spar-Diktat unterworfen wurde.
00:34:39: ihr werdet auch von einem auswertigen amt bei diesen Programmen unterstützt.
00:34:42: wie sieht es damit der finanziellen Seite aus?
00:34:45: seid ihr auch Opfer des sparsfangs?
00:34:49: Ja, ich würde da mal sagen das positive ist dass das hier der Domienprogramm aus dem regulären Budget des DAD finanziert wird.
00:34:56: Das reguläre Budget des DAD ist schon auch unter Druck insbesondere auch beim Auswirkungenamt.
00:35:01: Das Gute ist, dass sich das Auswirkungsamt schon auch einsetzt für den DAD und ähnliche Organisationen.
00:35:05: Das heißt es gibt Kürzon Aber die Kürzungen sind tendenziell unterproportional zum Gesamthaushalt des Auswärtigen Amtes.
00:35:13: Das heißt, da stehen wir noch einigermaßen gut dar.
00:35:17: Gleichwohl sind wir natürlich auch von diesen Kürzen betroffen.
00:35:20: also es gibt etwas weniger Geld und steigende Kosten.
00:35:23: Also werden wahrscheinlich tendenzieller eher weniger Stipendien vergeben werden können in den nächsten Jahren.
00:35:29: das hat letztes ja schon dazu geführt dass wir eine Runde aussetzen mussten und dann keine neuen Stipenden vergeben konnten weil wir in Jahren zuvor auch ein bisschen mehr Stipendien vergeben haben.
00:35:40: Und dann gab es eine angespannte Budgetlage, und wir konnten erst mal keine neuen Stipedien vergehen.
00:35:45: Jetzt geht's wieder weiter!
00:35:46: In diesem Jahr gibt's wieder zwei reguläre Auswahlrunden.
00:35:49: Letztes Jahr hat der DERD ja auch sein hundertjähriges Jubiläum gefeiert.
00:35:53: Da war im Juli, da war ein Stipendiatentür in Berlin, wo auch der Außenminister eine Rede gehalten hat.
00:35:59: Er hat explizit das Hilsomin-Programm als ein sehr wichtiges Programm für das Ausführlegeamt genannt sodass wir sehr optimistisch sind, dass es in den nächsten Jahren auch weitergeht mit diesem Programm.
00:36:09: Vielleicht etwas weniger stependien, aber das Gute ist, es geht weiter und das Programm läuft weiter und erfüllt seinen Zweck.
00:36:15: Das ist gut, dass du dem Außenminister so gut zugehört hast im letzten Jubiläumsjahr – auch hundert Jahre, die AD ist ja auch selber eindruckend!
00:36:24: Da du jetzt nicht ganz so pessimistisch geklungen hast in deiner Antwort, erlaube ich mir tatsächlich als Abschlussfrage zu fragen.
00:36:34: Welche Perspektive haste für die nächsten fünf Jahre?
00:36:37: Für das Sildedomind-Programm?
00:36:39: Ich würde sagen wir sind insgesamt gut aufgestellt weil wir etablierte Verfahren haben, die wir auch kontinuierlich weiterentwickeln.
00:36:46: Es gibt dieses Jahr auch eine Variierung wo wir auch nochmal Inputs bekommen werden wie wir das Programm weiter durchführen können.
00:36:52: Ein zentrales Prinzip wird einfach bestehen bleiben, die Verbindung von individueller Gefährdung mit einem akademischen Potenzial um einfach die Grundlage für die Förderung aufrechtzuerhalten.
00:37:04: Gleichzeitig wollen wir das Programm gezielt weiter entwickeln und zwar gehört dazu beispielsweise auch das Qualifizierungsangebot noch mehr aus der Zeit nach dem Studium auszurichten.
00:37:14: Aber wir denken da insbesondere an noch weitere Angebote zur Arbeitsmarktintegration, denn viele Studierende werden einfach in Deutschland bleiben und auch Angebote wie EWS Coaching um Akkumente zu gucken.
00:37:25: Wie sind wir individuell aufgestellt als Stipendiat?
00:37:27: Und wo möchte ich hin?
00:37:28: Und wie kann ich da hinkommen?
00:37:31: Auch Themen die psychosoziale Unterstützung werden wir künftig noch stärker in den Blick nehmen weil sie für den Studienerfolg sehr wichtig sind.
00:37:38: Da werden wir also eher mehr anbieten.
00:37:41: Und dauerhaft hinaus ist einfach der wichtige Punkt das Programm zu verstetigen, dass es dauerhaft weiterläuft und einen verlässlichen Schutzraum bietet für Menschen in schwierigen Situationen.
00:37:51: Und diesen Menschen eine echte Zukunftsperspektive eröffnet.
00:37:55: Vielen Dank, Philipp.
00:37:56: Das war ein sehr, sehr schönes Schlusswort.
00:37:57: Vielen Dank dass du anlässlich fünf Jahre Jubiläum Hildedomin Programme des DAAD nach Berlin gekommen bist und auch der Konrad Adenauer Stiftung dem Podcast Menschenrechte nachgefragt der politischen Meinung unter Adnauer Stiftungen einen Besuch abgestattet hast und dieses spannende Interview gegeben hat.
00:38:14: ganz herzlichen dank und viel Erfolg für die weiteren fünf jahre.
00:38:17: vielen dank ich bin froh dabei gewesen zu sein.
00:38:20: Die politische meinung neutral geht gar nicht.
00:38:24: Ein Audio-Podcast der Konrad Adenauer Stiftung.