00:00:02: Menschenrechte nachgefragt.
00:00:04: Der Interview-Podcast der politischen Meinung und der Konrad Adenauer Stiftung, heute mit... Mein Name ist Bern Postelt aus München.
00:00:14: Ich bin zwanzig Jahre für München im europäischen Parlament gesessen.
00:00:19: Ich engagiere mich seit meinem vierzehnten Lebensjahr für die Europäische Einigung, habe die Pan-Europa Jugend Deutschland gegründet und ich bin heute Präsident der Pan-Auropa Union Deutschland.
00:00:29: Die Pan-Urbanion ist die älteste europäische Reinigungsbewegung, der schon in den letzten sechsundzwanzig Kontrat Adenauer zum Beispiel beigetreten ist, der dort ein aktives Mitglied war.
00:00:41: Die weitere Funktion, die ich habe hat mit meiner Herkunft zu tun.
00:00:45: Ich bin noch mal von einer großen Wiener Zeitung dem Standard gefragt worden was ich eigentlich bin?
00:00:51: Dann hab' ich gesagt eigentlich bin ich ein echter Wienern obwohl ich nie in Wien gelebt hab Denn mein Vater ist aus Böhmen als Suddendurcher.
00:00:59: Und meine Mutter ist aus der Steiermark, aus Graz.
00:01:02: und was anders soll ein echter Wiener sein?
00:01:05: Als jemand, der halb aus Böhmen und half aus der Steuermark stammt.
00:01:08: Trotzdem bin ich ein echte Münchner.
00:01:10: Die Suddendeutschen sind ja in Bayern der vierte Stammen neben Altbayern, Franken- und Schwaben.
00:01:16: Das ist ein offizieller Status mit einer Regierungsurkunde aus den Fünfzigern Jahren die regelmäßig ausgestellt wird bekräftigt.
00:01:26: Und es ist so, dass die München ... Die größte Sudeten-Deutsche Stadt ist dies jemals gegeben hat.
00:01:33: Weil die größte Stadt unter den deutschen Böhmens sind ja die Sudeten Deutschen aus Böhmen, Meeren und Sudetenschlesien.
00:01:42: Und die größste Stadt vor der Vertreibung in Nürnberg war Reichenberg, Liberitz im Nordböhmen.
00:01:50: Das hatte einige Zehntausend Einwohner.
00:01:53: Und in München leben etwa zwei Hundert Tausend zu den Deutschen und ihre Nachkommen.
00:01:59: Also ist München die größte zu den deutschen Stattes jemals gegeben
00:02:02: hat.
00:02:04: Ganz ganz herzlich willkommen, Herr Prosselt im Podcast Menschenrechte nachgefragt der politischen Meinung unter Konrad Anna-Schiftung.
00:02:11: Ich habe mich sehr gefreut dass sie im Moment beim Winterwetter und Glatteis den Weg hierhin gefunden haben weil wir heute wichtige Themen mit ihnen besprechen möchten.
00:02:23: Ein wichtiges Thema ist der Iran, ein Einstiegsthema.
00:02:27: Weil wir gleichzeitig einen Treffen der europäischen Außenminister in Brüssel haben.
00:02:33: In dem Moment, in dem wir hier den Podcast aufnehmen, treten die Außenminister der EU zusammen und diskutieren über Iran die Massaker der letzten Wochen.
00:02:44: Und da sie in der EU auch den Hut für Menschenrechte aufhaben sich für Menschenrecht engagieren seit vielen Jahrzehnten.
00:02:52: Die EU diskutiert jetzt über Sanktionen gegen die Revolutionsgaden.
00:02:57: Welche Mittel hat aus Ihrer Perspektive auch das Europäische Parlament, um gegen die Diktatur in Iran ein Zeichen zu setzen?
00:03:07: Das europäische Parlament hat von Anfang an ... Ich war ja zuerst ab neunundseinhalbzehntig seit der ersten Europawahl der engste Mitarbeiter eines großen Europias.
00:03:18: Otto von Habsburg war dann zwanzig Jahre selbst im Parlament, arbeite ich jetzt eng nach wie vor in Straßburg zusammen mit Manfred Weber.
00:03:27: Im Geberbereich der Außenpolitik und auch Menschenrechtsprecher im europäischen Parlament habe von daher natürlich sehr viel mit dem Thema Iran zu tun gehabt.
00:03:36: Hinzu kommt dass ich in München mein Büro in einer Straße habe wo fast nur Iraner leben und Geschäfte haben aber also viel Kontakt mit der Exil-Community.
00:03:47: Ich spreche auch regelmäßig bei Demonstrationen der Iraner.
00:03:51: Und dann kommt noch was in Zunase, in zweiundachtzig hatte ich als junger Journalist das Glück beim Troniobiläum des Königs von Marokko dabei zu sein Und der damalige König Hassan hatte zwanzigstes Dronnjubiläum.
00:04:06: Dann fuhr ich mit seinem Sohn dem jetzigen König und einigen anderen jüngeren Leuten in die Wüste zu einem Picknick, in die Sahara.
00:04:15: Einer, der dabei war, war heute Geschäft des Hauses Pachlevi, der Sohn des Chars, der ja jetzt auch eine ganz große Rolle spielt.
00:04:24: Das Thema Iran liegt mir wirklich sehr am Herzen Und das Europäische Parlament hat eine ganz große Menschenrechtstradition.
00:04:32: Es hat keine wirkliche Macht, aber es kann laut über die Umstände sprechen... Und man muss einfach sehen, die Regierungen sind oft viel zu zurückhaltend.
00:04:42: Manchmal ist es auch richtig nicht immer aber manchmal weil man muss natürlich weltpolitische Interessen beachten.
00:04:49: Man muss manchmal wirtschaftliche Interessen bei achten Aber im Parlament eine Volksvertretung und vor allem gerade das europäische Parlament ist dazu da, ganz laut Missstände anzubringen.
00:05:01: Deswegen die Menschenrechtspolitik Europaparlaments gehört zu seinen größten Ruhmesplättern würde ich sagen und wir haben uns immer ganz offen und klar mit dem Thema beschäftigt, haben Exilirana oder Leute aus der Opposition eingeladen zu Hearings
00:05:16: usw.,
00:05:17: um einfach das Regime versucht ja alles, das sieht man ja abschalten des Internet usw.
00:05:24: Um die Dinge zu vertuschen und zu verheimlichen.
00:05:27: Und wir tun alles, um möglichst viel ans Licht zu zerren und eine klare Haltung einzunehmen.
00:05:34: Und auch dafür zu sorgen dass zum Beispiel da üben wir jetzt sehr viel Druck aus.
00:05:39: ich sage immer noch wie bei mich dem Parlament so verbunden fühle seit dem ersten Tag an dem es existiert weil ich bei jeder Straßburg Plenarsitzung dabei.
00:05:49: Wir sind im Moment dabei dafür zu kämpfen das auf jeden Fall die Revolutionsgarten auf die Terror Liste kommt.
00:05:55: Es war eine der ersten ganz wichtigen Aufgaben, die wir haben.
00:05:59: Also es ist einiges was das Parlament tun kann und ich finde jeder muss tun, was er tun kann.
00:06:05: Das Europaparlament kann nicht im Iran einmarschieren aber es kann eine offensive Menschenrechtspolitik machen und dass zum Beispiel auch mit wirtschaftlichen Sanktionen verbinden.
00:06:14: vielleicht müssen wir eines Tages auch da weiter drehen.
00:06:17: Vielen Dank!
00:06:17: Die iranische Führung hat ja den brutalen Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine unterstützt Dronenlieferungen vor allen Dingen auch.
00:06:26: Das heißt, hier kommen die Kräfte zusammen, die auch zusammen gehören im negativen Sinne.
00:06:32: Inwieweit hat die EU den Kraft gegen solche despotischen Regime, kriegstreibenden Regime wie auch das russische Regime aktuell Stellung zu beziehen in Außen- und Sicherheitsblutschenfragen?
00:06:45: Wie sehen Sie da die EU aufgestellt?
00:06:48: Eigentlich sehr gut!
00:06:49: Es wird noch allgemein nicht so gesehen.
00:06:52: Also ich kann sagen, dass ich meine erste Rede gegen Vladimir Putin gehalten habe am siebten Oktober, im Straßburger Plenum.
00:07:01: Da war er noch gar nicht Präsident, der wurde erst am ersten Januar zweitausend Präsident und hat vor seiner aggressiven Energieerpressungspolitik gewarnt und auch vom aggressiven Charakter seiner Politik gewarnt.
00:07:15: Damals war er gerade nicht mehr Geheimdienstchef, und war gerade kurze Zeit Premierminister um am ersten Jahr noch zweitausend dann Präsident zu werden.
00:07:25: Wir haben also schon ganz früh seinen Charakter thematisiert Und ich darf auch sagen Ich habe in namentlicher Abstimmung gegen Nord Stream II und Nord Stream I sogar schon gestimmt.
00:07:37: Das hat damals auch von meinen Parteifreunden manchen nicht gefallen, aber es soll niemand sagen was sei überrascht worden vom Charakter des Putin-Regimes und das Europaparlament hat von Anfang an gegen Putin einen harten Kurs gefahren.
00:07:53: Und genauso natürlich gegen das iranische Regime.
00:07:56: und ich muss einfach sagen Russland Iran Nordkorea zum Beispiel auch und so.
00:08:02: Das ist einfach was ein amerikanischer Präsident, weil die Achse des Bösen genannt
00:08:07: hat.".
00:08:07: Vielen Dank!
00:08:08: Sie haben schon angesprochen unseren Namensgeber Konrad Adenauer der jetzt seinen hundertfünfzigsten Geburtsach gefeiert hat und der vor genau hundert Jahren wie sie mir gerade verraten haben auch der pan-europäischen Bewegung beigetreten ist.
00:08:24: Sie trang an ihrem Revers eine Anstecknadel Zeichen dieser Pan-Europa-Bewegung ist?
00:08:31: Die hat auch Konrad Adinauer getragen, schon als junger Oberbürgermeister von Köln.
00:08:36: Und zwar er hat sich bereits in der Zeit schrift, also von unserem Gründer dem Grafenkudo für Kalerbeke aus Böhmen gegründet die Pan-Auropa Unionistie älteste europäische Einigungsbewegungen.
00:08:51: Die hatte von Anfang an eine eigene Zeitschrift, Pan Europa.
00:08:55: Und da hat Adenauer vor hundert Jahren im Jahr neunzehnundzwanzig bereits in einem Interview gesagt, wir brauchen vereinigt die Staaten von Europa.
00:09:05: Und er hat dann nach dem Zweiten Weltkrieg begonnen das in Regierungspolitik umzusetzen und ich habe grad gelesen eine Rede von ihm.
00:09:16: Da war ein Gratbundeskanzler geworden vor der CSU München, der ich ja auch angehöre also bezirksverband München.
00:09:24: Da hat er gesagt, was wir sind und wie wir existieren.
00:09:29: Verdanken wir in diesem Jahr mit kommunistischer Bedrohung und Teilung Deutschlands die gerade frisch war, verdanken wir den Amerikanern.
00:09:38: Aber das wird nicht so bleiben!
00:09:40: Die Amerikaner werden uns eines Tages aufgeben und dann müssen wir uns auf eigene Füße stellen.
00:09:46: Und wenn ich jetzt höre man muss da irgendeinen Wegruf ausstoßen.
00:09:50: Ich glaub, manche schlafen schon seit Jahrzehnten.
00:09:53: Also Konrad Adinau war schon in den Fünfzig Hellwachs.
00:09:56: Was hat
00:09:57: den Altkanzler und die Deutschen vor hundert Jahren an den Ideen des Gründervaters der Pan-Europa-Bewegung Gudenhove Kalergie fasziniert?
00:10:05: Und was ist heute noch für sie faszinerend?
00:10:08: an den ideen der Pan Europa Bewegung?
00:10:12: Wenn man sich das erste Buch des Gründen anschaut ... aus dem Jahr nineteen Hundert Dreiundzwanzig.
00:10:21: Da steht drinnen, Europa muss sich unter Umständen durchschlagen.
00:10:28: ich sage es jetzt mit meinen Worten und jetzt kommt es aber wörtlich zwischen der Skülla einer amerikanischen Finanzdiktatur und der Karibdes einer russischen Militärdiktatur geschrieben im Jahr neunzehn Drei und zwanzig.
00:10:43: Und er hat gesagt, wir müssen uns verbunden mit den Amerikanern.
00:10:47: Er hatte schon eine Division eines nordatlantischen Bündnisses gehabt Aber er gesagt, das muss auf Augenhöhe sein.
00:10:54: Das hat ihn übrigens auch mit Adenauer und Kohl verbunden.
00:10:57: oder Strauß die auch gesagt haben eigentlich hat die NATO nur Zukunft wenn sie besteht aus Vereinigten Staaten von Amerika und Vereinigten staaten von Europa die sich auf Augen Höhe verbunden binden.
00:11:10: man muss mal sagen weil manche Leute gerne auf die amerikaner schimpfen dass das nicht existiert ist eigentlich nicht die Schuld der Amerikaner sondern es unsere eigene Schuld.
00:11:18: Weil wir auf diesem Weg zur gute Fortschritte gemacht haben Vor allem dank Ardenauer, vor allem dank Kohl haben wir große Fortschritte gemacht in Europa.
00:11:27: oder dank der christlichen Gründerväter Degaspari Schumann und so weiter.
00:11:33: Haben wir Riesenfortschräte gemacht aber wir sind leider nicht weit genug.
00:11:37: Wir sind immer eine Wirtschaftsmacht und keine politische und militärische Macht sondern das ist erst dem Werden.
00:11:44: Aber diese Persönlichkeiten von denen ich spreche die haben da schon gewollt Kundenhofsprach schon.
00:11:49: wie gesagt Er landete das dann Pan-Europa, weil er gesagt hat, es muss schon seinen eigenen Weg gehen.
00:11:58: Und er hat gesagt, das muss aufbauen auf der deutsch-französischen Aussöhnung und auf die Vergeistigung der Grenzen, die ihren trennenden Charakter verlieren müssen.
00:12:07: Weil er ja auch ein Südendeutscher war.
00:12:09: Er war aus Böhm in Gut Novica-Lergy.
00:12:12: Hat er auch gesagt, wir brauchen Minderheitenschutz.
00:12:15: Grenzen nicht verändern, sondern grenzüberschreitenden Minderheitenschutz Gemeinsame Verteidigung, gemeinsame Währung.
00:12:22: Gemeinsames Parlament hat ja alles schon in den letzten zwanzig geschrieben.
00:12:27: Manches davon haben wir inzwischen verwirklicht aber sehr vieles noch nicht.
00:12:32: Ich würde sagen die europäische Einigung ist wie ein Eisbär.
00:12:35: es gibt eine schön sichtbare Spitze Aber ein großer Teil liegt noch vor uns und liegt unter dem Wasser.
00:12:41: Vielen Dank Sie sind begeisterter Europapolitiker das merkt man in ihren Äußerungen.
00:12:48: Vor allem sprechen sie sich aber auch seit vielen Jahrzehnten ganz vehement gegen den Nationalismus aus, der aktuell auch in der EU wieder fröhlich Urstand feiert.
00:12:59: Wie sehr gefährden die nationalistischen, anti-europäischen rechtspopulistischen Parteien das friedliche Zusammenleben in Europa und in der EU?
00:13:09: Ich habe ja vorhin über meine Eltern gesprochen und die stammen beide aus zwei Völkerländern Also die alte Steiermark, da ist ja heute ein Drittel bei Slowenien.
00:13:20: Die war teils Deutschsprachig und teils Slowenisch sprachig.
00:13:23: Da kommt meine Mutter her, die hat auch Slowenische vorfahren.
00:13:27: Meine urgroß Mutter hatte einen Slowenischen Namen und konnte auch Slowemisch.
00:13:32: Das heißt, meine Mutter hat diese Erfahrung mitgebracht, eines übernationalen Landes mit zwei Sprachen.
00:13:39: Mein Vater kommt aus Böhmen, da sprach man tschechisch und deutsch Und in beiden Ländern hat der Nationalismus dazu geführt, dass Grenzen neu gezogen wurden.
00:13:51: Dass die Volksgruppen einander bekämpft haben und das vertrieben wurde aufgrund des Nationalismus.
00:13:58: Die Ursache für Vertreibung ist nämlich Nationalismus weil einfach eine Gruppe Eigenschaften hat ob eine Sprache oder eine Religion oder was anderes, die den jeweiligen Machthabern nicht passen.
00:14:11: dann wird eine Gruppevertrieben Auch heute noch.
00:14:16: Die meist stattfinden.
00:14:18: die Ursache für Vertreibung und deshalb sage ich ganz klar ist der Nationalismus, die große Pest des neunzehnten zwanzigsten und leider auch das einundzwanzigste Jahrhunderts Und ich bin meine Eltern sehr dankbar.
00:14:31: Ich habe zu Hause kein böses Wort gehört von meiner väterlichen Familie.
00:14:36: über die Tschechen Die Tschechan haben uns vertrieben hab ich nie gehört Genauso bei meiner Mutter, nie über die Slowenien oder man hat Jugoslawen früher gesagt.
00:14:46: Nie ein böses Wort!
00:14:48: Aber viele Böse warte über den Nationalismus und meine Eltern haben uns Kindern antinationalistisch erzogen.
00:14:55: Wir haben uns christlich erzogen dafür bin ich dankbar.
00:14:58: und sie haben uns antinacionalistisch herzogen.
00:15:01: Und ihr Credo war wir müssen die europäische Einigung vorantreiben um den Nationalismus zu bekämpfen.
00:15:08: Meine zwei Brüder und meine Schwester sind alle drei nicht in der Politik.
00:15:13: Aber sie sind alle stark europäisch engagiert, genauso die nächste Generation.
00:15:20: Ich hab selber keine Kinder, aber meine Nächten sind hoch engagiert auch in der europäischen Arbeit weil eben dieses antinationalistische Gehen in unserer Familie steckt.
00:15:33: Meine Eltern haben selbstkritisch auch gesagt und das hat sie für uns Kinder so glaubwürdig gemacht.
00:15:39: Wir bekämpfen nicht nur den Nationalismus der anderen, am schlimmsten war unser eigener der deutsche Nationalismus weil Suddenland und Österreich kam ja dann auch zu Deutschland.
00:15:49: Und die haben gesagt, dass dieser Nationalismus war der Schlimmste von allen.
00:15:53: Sie waren auch selbstkritisch.
00:15:55: Die haben vor der eigenen Tür gekehrt und nicht nur vor der anderen.
00:15:58: Das hat sich glaubwürdig gemacht.
00:16:00: Deshalb sind wir alle ununterbrochen seit Jahrzehnten ... Wie gesagt, ich werd dies Jahr-Siebzig mit vierzehn Jahren.
00:16:07: im Jahr jahrzehntunterneinundsechzig habe ich so richtig angefangen mich zu engagieren.
00:16:12: Dann meine ersten politischen Funktionen übernommen.
00:16:17: Als kleines Kind habe ich mich da engagiert und dann ab einen Seventig Schülerunion mitgegründet.
00:16:22: Und habe mich in der jungen Union dann engagiert ein Jahr später, immer eigentlich beim Thema Kampf gegen den Nationalismus.
00:16:29: Was ich spannend finde ist
00:16:31: dass
00:16:31: die Landsmannschaften, die vertriebenen Verbände in der deutschen Diskussion heute zwar kaum noch vorkommen.
00:16:41: Aber wenn ich zurückgucke, vierzig Jahre ... Da waren das dann eher die, sagen wir mal, schwierigeren Vertreter, wenn es um das Thema Nation und Europa ging.
00:16:54: Zumindest in der veröffentlichten Meinung.
00:16:57: Sie sind jetzt schon Jahrzehnte dabei, haben verschiedene Hüte auf, sind Sprecher der Sudierten deutschen Volksgruppe Däten-Deutschen Landsmannschaft.
00:17:10: Wenn Sie zurückgucken, wie ist das in Ihrer eigenen Wahrnehmung?
00:17:14: Der auch über die eigene Familie hinaus?
00:17:18: war das früher anders?
00:17:20: hat man früher in den Landmannschaften in vertriebenen Verbänden eher einen nationaleren Kurs befürwortet als ein proeuropäischen?
00:17:30: oder ist das von Anfang an sagen wir mal seit der Geburt dieser Landsmannenschaften und Verbände ist diese europäische Perspektive von Anfang an das Hauptziel gewesen?
00:17:40: Also man zitiert ja immer die berühmte Karte der deutschen Heimatvertriebenen.
00:17:45: Und die waren neunztundfünfzig und muss sich vorstellen, die meisten Landsmannschaften haben fünfundvierzig ihre Vertreibung gehabt, die zu den Deutschen erst sechsohnvierzig.
00:17:56: also sie wurden ein Jahr nach Kriegsende vertrieben.
00:18:01: Das war keine spontaner Racheakt, das war ein eiskalt geplantes Nachkriegsverbrechen Und man muss ganz klar sagen, der Schmerz war ja noch lebendig.
00:18:12: Sie müssen sich mal vorstellen, das war vier Jahre nach der Vertreibung zum Beispiel.
00:18:21: Damals haben natürlich schon die Leute gehofft ... Das ist alles ein Irrtum der Geschichte und man kommt irgendwann wieder nach Hause.
00:18:29: Da sehen sie heute auch viele Söhre hoffen, dass sie mal wieder nachhause kommen oder Ukraine hoffen.
00:18:35: Dass sie nach Hause kommen, obwohl sie schon länger von dort weg sind!
00:18:38: als wir damals oder meine Vorfahren damals.
00:18:41: Vier Jahre ist eine kurze Zeit, dass man da natürlich gehofft hat.
00:18:45: Man kommt wieder zurück, ist doch klar!
00:18:48: Aber man hat in der Karte der Heimatvertriebenen feierlich auf Rache und Vergeltung verzichtet.
00:18:54: Da gibt es immer wieder so Historiker die aus ihren Schreibstuben heraus sagen, naja man hat ja gar kein Recht auf Rachie und Vergeldung.
00:19:03: was soll man darauf feierlos verzichten?
00:19:05: das ist doch lächerlich.
00:19:06: Also da merkt man, dass die Leute rein die Theoretiker sind.
00:19:09: Wenn wir in der ganzen Welt rumschauen, wer verzichtet schon feierlich auf Rache und Vergeltung wenn er erst vor ein paar Jahren Opfer einer kollektiven Vertreibung wurde?
00:19:20: Und das hat man bewusst getan und hat sich auch klar zur europäischen Einigung bekannt.
00:19:25: Das ist die Karte der Heimatvertriebenen.
00:19:28: Aber es gibt noch ein interessanteres Dokument, was die Sudden-Deutschen betrifft.
00:19:33: Denn die Kater war eine Deklaration in Stuttgart Bad Kanzstadt von den Landsmannschaften auch von den Sudden Deutschen gemeinsam getragen.
00:19:41: Tolle Sache!
00:19:43: Aber wir Suddendeutschen hatten ein Jahr vorher schon oder einige Monate oder Tage vorher nicht ein Jahr vorher.
00:19:49: Hatten wir das sogenannte Wiesbaden abkommen?
00:19:53: Und das Wiesbadene Abkommen war ein Vertrag zwischen den allen Strömungen der Sudeten Deutschen, von den Sozialdemokraten bis zu den Nationalkonservativen.
00:20:06: Haben das alle unterzeichnet und den Exil-Tschechien.
00:20:11: Damals konnte man leider natürlich nicht mit dem tschechischen Volk kommunizieren.
00:20:16: Da war noch der Bennisch an der Regierung, dann kamen die Kommunisten dran.
00:20:20: Fünfzig waren die Kommunistinnen schon dran.
00:20:22: Also gab es keine Möglichkeit mit den Tschechen in der Tschechoslowakei zu korrespondieren oder zu verhandeln.
00:20:29: Aber mit dem Exil-Tschechen hat man dieses Abkommen geschlossen und das ist ein noch klareres Bekenntnis zu einem geeinten Europa.
00:20:39: Das geeinte Europa steckt tief in den Landsmannschaften.
00:20:43: und bei den Sudeten Deutschen.
00:20:45: kommt noch hinzu dass der Erfinder sozusagen eben der ältesten europäischen Einigungsbewegung der Graf Kudnovika-Lerge aus Böhmen war.
00:20:55: Selbst an der Sprachgrenze zwischen Deutschen und Tschechen in Ronsberg, bei Jeschowice, unweit der böhmisch-weilischen Grenze aufgewachsen ist und sogar geschrieben hat das für ihn den Nationalismus und das Eingeklemmtsein der, sagen wir mal ... multi kulturellen Oase des selterlichen Schlosses zwischen einer Staatsgrenze und einer Sprachgrenze, dass ihm das eigentlich die europäische Idee schon in den zwanziger Jahren eingegeben hat.
00:21:26: Die Sudden-Deutschen haben ja gelebt im übernationalen heiligen römischen Reich, dass kein Nationalstaat war.
00:21:34: Sie haben dann in der Habsburger Monarchie gelebt, die ein Kleinauropa war mit verschiedenen Völkern.
00:21:40: Die Czechoslovakie war ein vielvölkerstaat, also man kann sagen meine Vorfahren und eben die Südenleutschen insgesamt waren auch erst von der Herkunft her einfach multinational gepolt.
00:21:54: Natürlich gab es Nationalisten auf allen Seiten, die ja dann auch dieses kleine Europa zerschlagen haben und eben in die Katastrophe geführt haben.
00:22:03: Aber nach dem Zweiten Weltkrieg hat man sich dann schnell wieder besonnen, Gott sei Dank.
00:22:07: Auf die eigentliche Tradition und die war nie nationallistisch sie war auch nicht normal nationalstaatlich was ja nichts Böses ist als gibt andere Landsmannschaften haben weil im Nationalstaat gelebt.
00:22:20: sagen wir mal Die Niederschläge haben zum deutschen Nationalstaats gehört Und wurden vertrieben haben sich auch europäisch orientiert.
00:22:30: Wir haben außer in den bösen Jahren das Nationalsozialismus.
00:22:34: Zwischen acht und dreißig hat er ja bei uns erst angefangen mit dem Anschluss bis fünfundvierzig, haben wir nie in einem Nationalstaat gelebt.
00:22:43: Vielen Dank!
00:22:43: Man spricht glaube ich von zweieinhalb Millionen Vertriebenen Sudeten-Deutsch?
00:22:48: Das
00:22:48: sind über drei Millionen.
00:22:49: Über drei Millionen
00:22:50: sogar?!
00:22:51: Wie viele Menschen schätzungsweise haben heute noch Sudeten deutsche Wurzeln?
00:22:57: Gibt's da...
00:22:58: Es werden immer mehr.
00:23:00: Also ich sage immer ein prominentes Beispiel.
00:23:03: Einen gewissen Edmund Stäuber, mit dem ich auch sehr befreundet bin.
00:23:06: Der Edmund-Stäuber ist verheiratet mit einer Sudien-Deutschen.
00:23:10: Er hat sich immer engagiert.
00:23:11: für uns als bayerischer Ministerpräsident war er ja Kraftamt des der Schirmherrder Sudiendeutschen Volksgruppe.
00:23:17: das ist mit den Ministerpräsidenten amt auf automatisch verbunden, egal welche Partei, egal wer das ist.
00:23:25: Das ist automatisch eine Funktion des bayerischen Ministerpräsidenten.
00:23:29: aber er hat sich auch immer sehr interessiert wegen seiner aus Buchau bei Karlsbad stammenden Frau.
00:23:34: und jetzt schauen wir uns seine Kinder an.
00:23:36: die haben natürlich Sudien-Deutsche Wurzeln eher nicht als seine Kinder.
00:23:40: das heißt wir werden immer mehr die Sudien Deutsche Wurzel haben.
00:23:44: und wenn man weiß dass in Bayern heute etwa Ein Viertel der Bevölkerung, zu den deutschen Wurzeln hat.
00:23:50: Allein in Bayern und in Deutschland ein Drittel der Menschen vertriebenen Wurzel hat.
00:23:59: Das betrifft ununterbrochen welche?
00:24:01: Dann ist es so... Ich sage immer, es gibt einen riesigen Karpfenteich!
00:24:06: Jeder Mensch muss sich entscheiden ob er sich für diese Wurzzeln interessiert oder nicht.
00:24:12: Wir zwingen das niemandem auf Aber ich freue mich drüber, dass es immer mehr Menschen gibt die sich dafür interessieren.
00:24:22: Und das hat einen ganz tiefen Grund!
00:24:24: Ich bin Jahrgangs fifty-sechsen, ich bin zehn Jahre nach der Vertreibung geboren.
00:24:29: In meiner Generation war's noch so... Wo ich eigentlich herkomme und ob ich nicht wieder dahin zurückkehren will, weil ich hätte hier nichts verloren.
00:24:39: Das habe ich noch erlebt als Kind in der Schule.
00:24:42: Deshalb hab' ich auch verständnis für viele Migrantenprobleme.
00:24:45: So einfach ist das alles nicht.
00:24:47: Versteht es?
00:24:48: Auf der anderen Seite hat man uns doch in großartiger Weise integriert aber nicht assimiliert.
00:24:54: Es ist wichtig wir sind integriered aus Vierterstam Bayerns Aber assimiliert sind wir nicht.
00:25:00: Wir behalten unsere Kultur Und Identität und Pflegendil.
00:25:05: In meiner Generation waren es noch wenige, bei den ganz jungen Vertriebenen.
00:25:12: Die älteren sind hauptsächlich zu denen Deutsche geblieben.
00:25:16: Die ganze Jungen als Kindervertriebenen und die direkt nach der Vertreibung geborenen wie ich ... Da haben viele sich nur anpassen wollen.
00:25:24: Die wollten nicht auffallen.
00:25:26: Die wollte einfach hier sein oder zugehören.
00:25:30: In der nächsten und übernächsten Generation.
00:25:34: Ich sehe das in meiner eigenen Familie.
00:25:37: Da ist es selbstverständlich, dass man dazugehört.
00:25:41: Man ist hier schon in der zweiten Generation geboren und aufgewachsen.
00:25:46: Man gehört selbstverständlicher zu.
00:25:48: Und dann entdeckt man plötzlich ... Es gibt noch was ganz Tolles Zusätzliches.
00:25:53: Das sind meine familiären
00:25:54: Wurzeln.".
00:25:55: Und weil natürlich die böhmischen Länderböhmen mehr.
00:25:58: und zu den Schlesien, wo sie zu den Deutschen herkommen.
00:26:01: Weil direkt neben Bayern, Sachsen, Hessen, Baden-Württemberg, wo die meisten für den Deutschen leben.
00:26:09: Wir sind weltweit aufgestellt aber da sie die meisten sehr nahe an der tschechischen Republik sind ist es bei uns sehr üblich geworden Dass man einfach am Wochenende oder in der Freizeit rüberfährt, du noch viele Leute ohne Sudin-Deutsche Wurzeln.
00:26:28: Aber die mit den Sudindeutschen Wurzeln schauen halt an schon wo kommt der Oma?
00:26:32: Oder der Großvater her und will einfach Kontakte was ganz häufig ist auch bei der etwas älteren Generation also meiner dann vielleicht die nächsten zwanzig Jahre jünger.
00:26:44: Ich sage ein Beispiel, Harald Schmidt, der ist ja nun wirklich berühmt.
00:26:48: Ich habe mal eine Sendung gesehen mit dem Harald Schmitt und da wurde er gelobt von einem WDR-Moderator für seinen wunderbaren schwäbischen Humor.
00:26:57: Und da wurde plötzlich ganz scharf und hat gesagt mein Humor ist nicht Schwäbisch, mein Humoreis bömisch.
00:27:02: Das war auch schon hier aufgewachsen.
00:27:07: Hat er mal gesagt, bei meinen Eltern zu Hause war die Geschäftsstelle der Suddien-Deutschen Landsmordkraftfeld im Kreisverband in Württemberg.
00:27:15: Wo die gelebt haben ... Da war ich overdose, hat er gesagt.
00:27:18: Das hat mich genervt als junger Mensch und später hab' ich's dann so richtig entdeckt Und das oft dass Menschen zu uns kommen Der älteren nachwachsenden Generation oder auch ganz jungen Generation Die sagen also meine Eltern und Großeltern dauernd davon erzählt haben da wollte ich nichts davon wissen.
00:27:39: Und jetzt würde ich gerne mehr wissen, jetzt sind sie nicht mehr da und diese Leute kommen in großer Zahl zu uns zur Landsmannschaft und wollen vor allem Informationen über die Vorfahren, da haben wir ja ausgezeichnete Einrichtungen auch und wir haben ein tolles neu eingerichtetes Museum das ist jetzt mehrfach Ausgezeichnet waren es als eines der besten Museen Europas, das Suddien-Deutsche Museum in München in der Hochstraße.
00:28:06: Da kommen massenhaft Schulklassen, da kommen aber auch massenhafte junge Deutsche und junge Tschechien, sehr viele Junge Tschechin, die auch was über ihre Wurzeln wissen wollen.
00:28:17: Die Suddiendeutschen in Deutschland oder Österreich oder in der ganzen Welt wollen etwas wissen über ihre familiären Wurzel und umgekehrt.
00:28:27: Viele Tschechen wollen etwas wissen über die Geschichte der Orte, in denen sie leben.
00:28:32: Und wo ihre Eltern oder Großeltern erst nach dem Krieg angesiedelt wurden.
00:28:37: und das wenn man das richtig benutzt.
00:28:39: diese Interesse an den Wurzeln oder auch Heimatliebe kann man sogar nennen wird es mit der Zeit durch.
00:28:45: Emotionen wächst mal auch zusammen Wenn man das gut gestaltet dass sich eine Kernaufgabe unserer Landsmannschaft und das nicht benutzt für identitäre Konfrontation Sondern wenn man das benutzt, um Brücken zu schlagen und den Sinn zu weiten und zueinanderzuführen.
00:29:03: Das ist eine ganz tolle Sache und es macht vielen jungen Leuten Spaß.
00:29:07: Und wenn sie zu einem Suddienendeutschen Tag gehen, da sind tausende von Nachgeborenen.
00:29:11: Sonst wäre ja da kaum noch jemand.
00:29:12: Da sind nach wie vor Treffen von Tausenden Nachgeborenen einschließlich vieler Tschechen.
00:29:18: Zu jedem Suddendeutschen Dag kommt auch mindestens mehrere Hundert Tschechanen.
00:29:22: Sie haben die Antwort auf die erste Frage gegeben, zumindest angedeutet.
00:29:26: Waren nämlich der erste Nachkriegsgeborene, der den Vorsitz der Landsmannschaft übernommen hatte?
00:29:32: Welche Rolle spielt diese Zeitenwende von der Erlebnisgeneration der Vertriebenen hin zu den Nachkrigsgeborennen aus ihrer Perspektive?
00:29:41: Es gibt viele Menschen, die glauben, die ältere Generation sei total verstockt und ... national orientiert gewesen und wir Nachgeborenen hätten dann die Verhältnisse geändert.
00:29:54: Und dem muss ich ganz klar widersprechen, also erst mal schon meine eigenen Eltern.
00:29:59: wenn die nicht so gewesen wären wie sie sind hätte ich diesen Weg nicht gehen können.
00:30:04: insgesamt muss ich sagen viele unserer älteren Zeitzeugen.
00:30:11: das erinnert auch ein bisschen an die zeitzeugen des Holocausts Obwohl ich das nicht gleichsetzen will, da sind Riesenunterschiede.
00:30:21: Aber was die Zeitzeugen betrifft ist interessant, dass die Sudden-Deutschen, die selber noch beim Brünner Todesmarsch waren zum Beispiel, sie in den Brünen ans Gymnasium gegangen und haben dort die jungen Chechen ihn unterrichtet oder informiert über ihr Schicksal.
00:30:40: Und sie stehen für Interviews zur Verfügung.
00:30:43: Es gibt ja seit zehn Jahren den Brünner Friedens- und Versöhnungsmarsch aus.
00:30:48: Den haben junge Tschechen initiiert, als Protest gegen die Vertreibung an dem Brunner Todesmarscht des Jahres .
00:30:57: Und beim ersten dieser Märche das war vor zehn Jahren wie gesagt im Jahr Zwei Tausend Fünfzehn war der erste offizielle.
00:31:05: vorher gab es das Privat von der Stadt mit organisierten Brüner versöhnungsmarsch wo man eben auf dem Weg gegangen ist der Vertreibung nach Österreich nur die Gegenrichtung war.
00:31:17: Es ist von einem Massengrab in Südmeer und Paulitz in Richtung Brünnen gegangen, in den Hof des Augustiner-Klosters wo früher Gregor Mendel abt war.
00:31:27: da wurden dann in nineteen vierzig die Sudeten Deutschen zusammengetrieben und von Brünn und zum Todesmarsch geschickt.
00:31:33: und dann marschiert man die Gegen richtung um gegen den gegen die Vertreibung zu produzieren.
00:31:38: das eine eine tschechische Initiative, aber was faszinierend ist.
00:31:43: Vor zehn Jahren waren die Teilnehmer des Brünner Todesmarsches auch schon Ende-Siebzig Anfang-Achzig.
00:31:49: Die jungen Kinder, die damit gegangen sind und da gingen immerhin noch etwa ein Dutzend, die den Todesmaß selbst überlebt haben auf Einladung junger Tschechien.
00:32:00: diese vierzig Kilometer also sie sehen die ältere Generationen da gibt es Verstockte Es gibt aber auch bei den Jungen Verstockte, es gibt auch junge Idioten.
00:32:11: Ziemlich viele sogar in der Welt.
00:32:13: Es gibt Alte die ganz großartigen Offen sind.
00:32:16: also ich würde schon sagen dass man unseren alten diese auch schwerer haben die ja selbst was erlebt haben das wir denen mehr Respekt sollen sollte.
00:32:27: Ich zolle respekt auch denen die sich im Gegensatz zu uns als Landsmannschaft gegen den Versöhnungskurs errichten Weil die sagen, ich habe so furchtbare Sachen erlebt.
00:32:39: Wenn ich als Kind dastehe und neben mir wird die Mutter im Straßengraben vergewaltigt, ich rede mal tache les', dann wir können leicht von Versöhnung reden.
00:32:49: Für so jemanden ist das schon schwerer aber auch von denen haben es viele geschafft Und das beeindruckt mich schon sehr.
00:32:56: Trotzdem sage ich natürlich dass der Generationswechsel natürlich die Sache leichter macht Aber er beinhaltet auch die Gefahr des Vergessens.
00:33:06: Wir wollen ja auf jeden Fall Vergebung, Versöhnungen und Verständigungen.
00:33:12: Man darf nie vergessen, dass der Vertreibung die Verbrechen des Nationalsozialismus vorangegangen sind.
00:33:20: Wovor ich im Namen der Landsmannschaft schon vor vier Jahren das tschechische Volk um Vergebungsgebeten habe.
00:33:26: Das dürfen auch nicht leugnen diese Dinge.
00:33:29: Aber auf der anderen Seite muss man schon sagen – und es beeindruckt mich dass viele auch ältere mit uns den Weg gegangen sind.
00:33:38: Wir Jüngeren oder Nachgeborene tun uns leichter, aber um das vergessen zu vermeiden brauchen wir natürlich auch einen Wissenstransfer und ich habe ein Interview mit dem Vorsitzenden, den ich persönlich auch sehr kenne.
00:33:53: Gutkenne Josef Schuster, dem Vorsitzen des Zentralrats der Juden in Deutschland.
00:33:59: Als Würzburg habe ich bei Phoenix ein sehr gutes Interview gehört, wo er gesagt hat anlässlich des Holocaust Remembrance Day.
00:34:08: Also Erinnerungs-Tag.
00:34:09: Hat er gesagt.
00:34:10: das fand ich interessant.
00:34:12: es gibt nicht nur Zeitzeugen weil da wurde nach den wenigen Zeitzeugern gefragt ist noch gibt.
00:34:17: Er sagt es gibt auch zwei Zeugen von ihm oder von anderer Seite aber er hatte sich zu eigen gemacht.
00:34:23: Er gesagt Zwei Zeugen sind Menschen die direkt noch mit der Erlebnisgeneration Kontakt hatten, also mit Eltern und Großeltern die sich stark geprägt haben.
00:34:34: Ich bin zwar schon ein Zweizäuge.
00:34:36: Vielen Dank!
00:34:37: Im Jahr zwanzig dreizehn hat der damalige tschechische Ministerpräsident Netschas im Bayerischen Landtag gesprochen als erster Tschechischer Ministerpräsident und seinen Bedauern darüber zum Ausdruck gebracht vor den Landtagsabgeordneten, dass beide Vertreibung Zitat unschuldigen Menschen viel Leid und Unrecht angetan worden sei.
00:35:02: Welche Bedeutung hat diese veränderte Sichtweise in Tschechien auf diese Vertreibungsthematik?
00:35:09: Und wodurch ist die veränderte tschechische Perspektive ausgelöst wurden?
00:35:15: Also ich darf vielleicht ein wenig ausholen Wir haben als Südendeutsche, aber auch die Pan-Auropa Union als älteste europäische Einigungsbewegung, die immer gesamteuropäisch gedacht hat und nie nur bis zum eisernen Vorhang.
00:35:29: Wir haben mit den Regimen nichts zu tun haben wollen und gehabt Beide Organisationen.
00:35:34: Aber wir haben natürlich im Untergrund mit Christen, mit Vereinen, mit Bürgerrechtlern, mit Oppositionellen und Menschenrechtlernen, mit Minderheiten – es gibt ja auch in der Tschechischen Republik nach wie vor eine deutsche Minderheit usw.
00:35:47: Mit denen hatten wir natürlich geheime Kontakte, die waren sehr intensiv.
00:35:50: Wir haben Literatur hin- und her geschmuggelt, Druckmaschinen, die dann im Unterkund eingesetzt wurden um Samesterzeitschriften also ... Zeitschriften verbotene von Bürgerrechtlern zu unterstützen.
00:36:04: Ich selbst habe in Brünnen vor der Wende schon, vor dem Sturz des Kommunismus bei der sogenannten Untergrund-Universität gesprochen das Dramaturgin Peter Osleslie in Brunnen, der Redner zu verbotenen Themen aus dem Ausland geholt hat und hunderte Menschen haben ihn konspirativerweise ich musste da über die Hinterhöfe schleichen haben.
00:36:29: die Bordrige gehört zu verbotenen Themen und so.
00:36:32: Also wir hatten ein sehr breites Geplächt von Kontakten, das wichtig schon vor dem Fall des Eisernen Fonds.
00:36:39: Und dann nach dem Fall der Eisernen in Fonds waren wir natürlich alle euphorisch.
00:36:43: Wir hatten diese Freunde auch aus dem Widerstand gegen den Kommunismus.
00:36:48: Ich muss sagen wenn mich damals der Watzler-Hawel, den ich schon aus den Tagen der Samtinnen Revolution gut kannte und der mit meinen tschechischen Freunden befreundet war.
00:36:59: Wenn ich, wie der mich damals gefragt hätte ob er das zu den deutschen Themen aufgreifen soll, hätte ich gesagt pass auf die Russen sind noch im Land Das Regime löst sich erst langsam auf greift das Thema vorläufig nicht auf damit machst du dich verwunderbar.
00:37:17: Und er und seine Mitstreiter haben mit unvorstellbar Mut Damals gegen den Kollektivschuldgedanken argumentiert gegen die Vertreibung.
00:37:27: Und das hat auch bei uns wieder Euphorie ausgelöst, wenn sie im Jahr... ... in der Jahr- und Jahrhundert neunzehntundneinzig beinahe zu den deutschen Versammlungen gesprochen haben.
00:37:37: Wir haben nur die Worte von Waslav Havel gesagt.
00:37:39: Das war eben dann der Präsident, der Staatspräsident und nicht mehr ein Bürgerrechtler, sondern es dann an die Spitze des Staates getreten hat, dann weiter so geredet.
00:37:48: Wenn Sie nur seinen Namen gesagt haben, die Leute frenetisch applaudiert.
00:37:52: Das ist eine großartige Situation!
00:37:54: Die Kommunisten waren ganz am Boden damals und die Nationalisten auch.
00:38:00: Und heute sind sie zum Teil wieder recht aggressiv, aber damals haben die nicht Pips gemacht ja.
00:38:07: Das war eine ganz großartige Stimmung.
00:38:10: Dann hat man glaube ich so Anfang der neunziger Jahre vielleicht ein bisschen Fehler gemacht indem man sich gegenseitig überfordert hat.
00:38:21: Man hat erwartet dass alles sich quasi von selber auflöst alle Probleme Und das war nicht so.
00:38:27: Sonst gab es Rückschläge und vor allem der Havel musste erleben, dass in seinem Volk die Masse der politisch Verantwortlichen und Parteien ihm nicht gefolgt ist auf diesem Kurs.
00:38:41: Es gab dann eine Phase, die war schwierig.
00:38:45: Ich war ja sehr verbunden mit Helmut Kohler bin sehr geschätzt auch persönlich engen Kontakt mit ihm gehabt.
00:38:52: Aber es gab einmal eine Spannung, nämlich als die Regierung Kohl mit der Regierung Claus ausgehandelt hat.
00:38:58: Die deutschische Erklärung in der zwar manches Gute drin steht aber man hatte vorher den Sudeten Deutschen vor allem auch in Bayern versprochen sie wären einbezogen in die Gespräche und das war nur sehr im geringen Umfang der Fall würde ich sagen Und da waren viele Leute wütend haben gesagt mal redet über uns über unsere Köpfe hinweg.
00:39:19: Das haben wir in der Geschichte oft gehabt und waren eher schwierig, aber die Führung der Landsmannschaft war weiter für Versöhnung.
00:39:27: Und nach Abschluss der deutsch- tschechischen Erklärungen, die bei uns schon von vielen eher kritisiert wurde – das war im Jahr eightenneunzig glaube ich – da hat man aber in der Erklärung zwei Institutionen gegründet.
00:39:40: Das eine war das Deutsch-tschechische Gesprächsforum Das andere war der deutschische Zukunftsfonds, der zunächst mal für die NS-Opferentschädigung zuständig war.
00:39:53: Vertreibungsopfer wurden da nicht so gesehen und so.
00:39:57: Also es hatte am Anfang auch geholpert aber wir haben uns bewusst entschieden und gerade auch ich das war dann so die Zeit wo ich so richtig eingestiegen bin in die Führungsebene in den Gremien mitzuarbeiten konstruktiv Trotz der Kritik.
00:40:15: Und das war ein voller Erfolg, ich bin bis heute im offiziellen deutsch-schächlichen Gesprächsforum, bin damit Abstand der Dienstälteste inzwischen weil ich eben Gründungsmitglied bin seit achtundneunzig.
00:40:26: Wir haben dort inzwischen einen fantastischen Stand muss ich sagen.
00:40:29: wir üben da wirklich zentrale Funktionen aus und dasselbe gilt für den Verwaltungsrat des Zukunftsfonds.
00:40:36: Da sind es zu den Deutschen von Anfang an führend vertreten gewesen.
00:40:40: Und die Tschecher haben gesehen, dass sie konstruktiv mit den Kammer reden und arbeiten.
00:40:45: Das waren alles positive Entwicklungen aber es blieb immer noch sehr schwierig und nervös.
00:40:52: Dann muss ich sagen hat mit dem Amtsantritt von Horst Seehofer ein gewisser Annäherungskurs begonnen, den ich massiv verangetrieben habe.
00:41:06: Edmund Stäuber wollte den auch schon, muss ich klar sagen.
00:41:08: Weil manche Leute sagen der wollte den nicht.
00:41:10: Der wollte den aber ist immer wieder gescheitert weil die tschechische Regierung hatte nur eine Stimme Mehrheit und da hat es immer grad ne Krise gewesen wenn wir fahren wollten.
00:41:19: wir wollten zusammen nach Prag fahren, weil so lang waren keine bayerischen Ministerpräsidenten in Prag obwohl das direkt die Nachbarschaft ist.
00:41:28: weil sie eben gesagt haben die Tschechien bewegen sich nicht bei den Sudeten Deutschen Und ich habe wirklich massiv dafür geworben, dass die Ministerpräsidenten fahren.
00:41:36: Stolber wollte das dann an tschechischen Regierungskrisen mehrfach gescheitert.
00:41:41: Backstein wollte ist auch eine tschechemische Regierungskrise gewesen und er war dann nur kurz Ministerpräsident.
00:41:49: Dann kam Horst Seehofer.
00:41:50: Ich weiß noch wer heute.
00:41:51: Wir saßen in der Staatskanzlei München haben Wurstsalat gegessen und Bier getrunken und haben dabei besprochen diesen Weg hinüber.
00:42:01: Und dann begann so eine gewisse Pendel-Diplomatie.
00:42:04: Ich bin mit Horst Ceefer hingefahren, meine Mitarbeiterin die Frau Waldburg und ich haben sogar das ganze Konzept entwickelt für diese Reise Erprobt auch mit dem damaligen bayerischen Kulturminister und Wissenschaftsminister Ludwig Spenle, enger persönlicher Freund von uns.
00:42:22: Und dann kam der Seehofer und hat gesagt, ich will auch so eine Spenlereise, weil wir das vor allem in Spenale erprobt hatten.
00:42:29: Dem Netzschatz gefiel das wie wir das machten.
00:42:32: Wir waren zuerst in Lidice, haben den tschechischen Opfer gedacht.
00:42:36: In Theresien-Stadt haben der jüdischen und NS-Opfer gedacht, dann in Aussieg haben der Sudetendeutschen Opfer auf der Elbebrücke, da war ein Massaker, im Nordbömischen Aussieg.
00:42:48: Und so haben wir einen Konzept entwickelt für die Reise.
00:42:51: Die Antwort darauf war, dass der Netscherskackt hat – ich besuche München!
00:42:56: Am Abend vorher hatten wir noch ein Essen im Antiquarium der Münchner Residenz.
00:43:02: Ich weiß nicht, wer schon mal dort war von den Zuhörern.
00:43:05: Das eines der punktvollsten Gebäude in Deutschland das Antiquarium der Münchner Residenz ist ein wunderbarer Saal.
00:43:12: da waren Abendessen und ein führender Berater vom Netzschatz hat gesagt Da fahren wir nicht hin nach Bayern, weil die kennen die föderalistische Tradition.
00:43:21: Nicht so die Tschechen, die neueren Tschecken in der Monarchie haben sie noch gekannt aber dann haben Sie nicht mehr so den Föderalismus gekannt und haben gesagt, Bayern ist ja kein eigener Staat.
00:43:32: da fährt ein Ministerpräsident eigentlich nicht hin.
00:43:35: Da schickt man den Bezirkshauptmann von Pilsen das genügt.
00:43:38: Das ist dann ungefähr das gleiche.
00:43:41: Und dann haben wir es doch geschafft dass Lanetschers gekommen ist.
00:43:44: Und dann war ein Essen von Seehofer in diesem Antiquarium der Residenz mit Netschas.
00:43:50: Und meine Tischdame war die Frau Knobloch, von den Juden in Deutschland, die damalige Zentralratsvorsitzende mit denen ich auch sehr befreundet bin und die auch Kahlspreisträgerin des Sudden-Deutschen Karlspreises ist.
00:44:04: Die war meine Tischdamme.
00:44:05: und dann übernächst saß dieser hohe Diplomat der dagegen war, dass wir da hinfahren.
00:44:11: Dann hat er in der Münchner Residenz herum geschaut und gesagt, Bayern ist doch ein Staat!
00:44:18: Das weiß ich noch.
00:44:20: Und dann in der Nacht wurde die Netschas Rede total umgeschrieben.
00:44:28: Am nächsten Tag hat der Netscha im Landtag ... Nicht nur diese tolle Versöhnungsrede gehalten, sondern was für uns noch wichtiger war.
00:44:37: Wir saßen als hauptehren Gäste auf der Tribüne im Landtag.
00:44:40: die Führung des Süden Deutschen und der Netschers hat seine Rede angefangen mit der Anrede Liebe Landsleute.
00:44:48: Und seitdem ist es üblich dass die führenden tschechischen Vertreter bis hin jetzt zum neuen Staatspräsidenten Pavel, der ein großartiger Mann ist Wenn wir im Raum sind, fangen die immer an mit der Anrede liebe Sudeten-Deutsche Landsleute.
00:45:04: Und jetzt zitiere ich mal Willy Brandt was sich nicht oft tue.
00:45:08: Willy Brand hat dort den schönen Satz bei der deutschen Wiedervereinigung geprägt Es weg zusammen, was zusammen gehört und im Fall des Sudeten Deutschen und Tschechen wächst Gott sei Dank zusammen Was zusammengehört aber muss trotzdem sagen auch gerade mit jetzt Mit verschiedenen politischen Entwicklungen in die aktuell sind.
00:45:26: Widerstände gibt es natürlich auch, Nationalismus gibt's natürlich auch.
00:45:30: Vielen Dank das war sehr spannend mal so die Hintergründe zu hören von Ihnen zu diesem spannenden Prozess.
00:45:36: vor zehn Jahren am achtendzwanzigsten Februar zwanzigsechzehn haben die Sudeten-Deutschen auf ihren Vereinszweck wiedergewinnung der Heimat verzichtet.
00:45:47: dieser Schritt ist schon sehr erstaunlich weil es gibt ja dieses Menschenrecht auf Heimat.
00:45:52: Wie umstritten war das unter den Sudeten-Deutschen, dass man das gestrichen hat?
00:45:58: Also wir haben schon seit meinem Amtsantritt als Bundesvorsitzender im Jahr zweitausend angefangen zu diskutieren ob die Formulierungen unserer Saxon.
00:46:09: Die waren von neunzehntelzechsten vierzig oder neunundvierzig.
00:46:14: Als die Menschen noch geglaubt haben sie kommen nach Hause ist ja logisch und waren seitdem kaum geändert worden.
00:46:21: Wir haben gesagt, wir müssen insgesamt den Vereinszweck neu formulieren.
00:46:27: Aber insgesamt kann man auch sagen ... Ich sag's noch mal zu den Zuhörern, da sind viele sicher im Verein, die dazu hören.
00:46:36: Wissen Sie genau was alles in der Satzung Ihres Vereins steht?
00:46:39: Ich glaube nicht!
00:46:40: Kaum jemand liest eine Satzung.
00:46:43: Da stehen vorne ein paar Floskeln, Fabulierungen, sage ich jetzt mal neutral und höflich die man beim Amtsgericht einreicht.
00:46:49: und dann steht es wirklich spannend, wer will den Vorsitzenden.
00:46:54: Ich muss ehrlich sagen ich hatte das auch nicht dauernd ... wir waren sehr europäisch und keiner von uns wollte Grenzen verändern oder irgendwas außer ein paar Spinnern, die ja nichts zu sagen hatten.
00:47:06: Und dann hat er mal einen junger Journalist, Presse ist wichtig als Kontrolle, ich war selber mal Journalist.
00:47:13: Ein junger Journalist von der Augsburger Allgemeinen hat mir einen Sudden-Deutschen Tag in Augsburg geschrieben, die Suddendeutschen erheben laut ihrer Satzung Gebietsansprüche.
00:47:23: Ich war wirklich wütend und habe den angerufen, hab gesagt wie kommen Sie auf so eine blöde Idee?
00:47:27: weil es bei uns keiner getan hat?
00:47:30: Und dann lese ich mal die Satzung oder mich darauf hingewiesen hat und da stand Wiedergewinnung daheim.
00:47:35: Da ist natürlich was anderes damit gemeint.
00:47:36: das ist geistig moralisch kulturell gemeint aber man kann es verstehen als Gebietzanspruch.
00:47:43: Und dann haben wir ein paar andere Formulierungen noch nicht gepasst.
00:47:47: Dann haben wir beschlossen, wir reformieren die Satzung und haben in unserer Bundesversammlung das Parlament der Sudeten-Deutschen, dafür bin ich natürlich mit meinem ganzen Vorstand massiv eingetreten.
00:48:00: also unser Vorstand war einstimmig, haben wir mit drei Viertelmehrheit, nicht einmal zwei Drittel nur im Grundgesetz sondern mit drei vierteln mehrheit stand in unserer Satzung, haben wir diese Formulierungen geändert.
00:48:15: Dann hat aber die Minderheit, die dagegen war – mein Demokratie muss man auch das respektieren, aber das habe ich dann weniger respektiert und haben uns zehn Jahre lang mit Prozessen
00:48:29: überzogen.".
00:48:30: Und ich muss sagen, unsere Justiz ist manchmal auch erstaunlich.
00:48:34: Wo man da recht bekommt und nicht recht bekommt, das ist manchmal erstauntlich.
00:48:38: Da ging es um prozedurale Fragen.
00:48:39: Da war ein Rechtsanwalt, der war beauftragt.
00:48:43: Der hat achtzehntzig München dreimal gezwungen eine Versammlung zu wiederholen und so.
00:48:49: Also der war spezialisiert auf diese Sachen.
00:48:52: Ja dann haben wir jahrelang prozessieren müssen gegen die wenigen Gegner, die's da gab Und dann ist es aber in Kraft getreten.
00:49:00: Also diese Veränderung, und weil sie fragen nach dem Recht auf Heimat – das bewahren wir natürlich weiter, das ist ein Menschenrecht!
00:49:08: Jeder Mensch hat einen Recht auf Leben, jeder Mensch hat ein Recht aufHeimat selbstverständlich.
00:49:17: Das ist im Sinne eines Vertreibungsverbotes gemeint, dass es nie wieder Vertreibungen geben
00:49:22: soll.".
00:49:23: Aber die alte Formulierung haben viele verstehen können, muss ich fair einrahmen als einen Gebietsanspruch.
00:49:31: Und das ist sie natürlich nicht und deshalb haben wir jetzt saubere eindeutige Formulierungen gewählt und haben in einem langen zehnjährigen juristischen Krieg auch durchgesetzt obwohl eine Dreiviertel Mehrheit in unserer Versammlung dafür
00:49:47: war.
00:49:48: Ganz herzlichen Dank!
00:49:49: Auch das ist ein unglaublich spannendes Thema.
00:49:52: Ich möchte jetzt zum Highlight, kann man schon eigentlich sagen des Podcasts kommen.
00:49:57: Weil in diesem Jahr haben wir ein ganz besonderes Ereignis das ist der sechsen siebzigste Tag der Sudeten-Deutschen, der am Pfingstwochenende traditionell gefeiert wird aber erstmals wird er im traditionellen Siedlungsgebiet In der von Ihnen schon bei genannten Stadt Brün stattfinden.
00:50:18: Wie gesagt, das erste Mal seit der Vertreibung, und unter dem schönen Titel fest der gemeinsamen Kultur.
00:50:29: Ich finde es unglaublich spannend dass wir jetzt in diesem Jahr erleben werden.
00:50:35: wie bewerten Sie selbst diesen historischen Schritt?
00:50:39: Inwieweit ist das auch ein europaweites Signal gegen Nationalismus die weitere Aussöhnung und Normalisierung im deutsch-chechischen Verhältnis.
00:50:50: Man muss zunächst einmal sagen, dass unsere Sudentdeutschen Tage, die immer noch sehr große Ereignisse sind inzwischen auch mit vielen jungen Leuten, immer ganz klar antinationalistisch positioniert sind.
00:51:04: also der Kampf gegen Krieg, Vertreibung, Nationalismus für europäische Einigung ist seit Jahrzehnten und vor allem in den letzten Jahren ganz intensiv unser Kernthema.
00:51:15: Warum in den vergangenen Jahren?
00:51:17: Weil leider der Nationalismus eben wieder massiv anwächst, und in der Welt im Moment so viel Vertriebene und Flüchtliche unterwegs sind wie noch nie seit dem zweiten Weltkrieg.
00:51:28: Und deshalb sind diese Themen ja auch brennend aktuell.
00:51:31: Wir machen das ja nicht selbst bezogen dass wir auf dem herum hacken ausschließlich was vor achtzig jahren geschehen ist.
00:51:38: Wir stellen uns auch den aktuellen Themen mit Podien, mit Diskussionen und mit Rednern aus vielen Nationen.
00:51:46: Bei jedem Sudden-Deutschen Tag der letzten Jahre waren hunderte von Tschechien – das habe ich schon gesagt!
00:51:52: Seit einigen Jahren ist es üblich gewesen, dass ein tschechischer Minister gekommen ist und bei der Hauptgrundgebung des Sudden Deutschen Tages geredet hat.
00:52:02: Ich habe dann angewiesen, und das kam bei den Landsleuten.
00:52:05: Obwohl es manche befürchtet haben, dass das nicht so ist sehr gut an.
00:52:09: Dass immer die tschechische Fahne gehisst wird am zudem deutschen Tag Es wird die tschächische Hymne gesungen Und die älteren Mein Vater auch der leider schon verstorben ist.
00:52:20: aber mein vater hat ihn noch in der Schule gelernt natürlich Und die hatte übrigens die weintreie Sprachen Die war tschequisch-deutsch und slovakisch.
00:52:30: Also es gab auch eine deutsche Strophe in der tschechischen Nationalhymne.
00:52:35: Und wir singen die dann immer bei der Hauptkundgebung, nicht nur die deutschen Teile sondern wir haben die Tschechische Liedblätter ausgeteilt in den riesigen Halle wo die Kundgebung ist wie Leute singen beherzten mit.
00:52:48: also Tschechen fühlen sich bei uns in der Regel sehr wohl.
00:52:51: oder wir haben abends ein großes Volkstanz fest.
00:52:55: da kommen oft tschehische Politiker in großer Zahl.
00:52:58: Inzwischen kommen manche, die gar nicht reden sollen oder müssen nur wegen des Volkstanzfestes.
00:53:03: Weil nämlich unsere sehr typischen Lieder und Tänze gibt es oft auch bei den Tschechen.
00:53:09: Wir haben tausend Jahre zusammengelebt und haben uns vermischt durch Heirat.
00:53:13: Und so sieht man den Familiennamen.
00:53:16: Das heißt meistens gibt's zu unseren Liedern einen tschechischen Text.
00:53:21: Und umgekehrt zu den tschechien- liedern deutschen Texts.
00:53:25: Und dann wird da gemeinsam gesungen, die einen singen Tschechisch.
00:53:28: Die anderen singen Deutsch.
00:53:30: Das wurde immer mehr so.
00:53:31: eine Sprachübergreifende ... Ich spreche lieber von Sprachgruppen als von Völkern.
00:53:38: Ein sprachüergreifendes Fest des deutschen Tags.
00:53:44: Seit Jahren gibt es diese Aktion mit den Brunnern, die jedes Jahr den Brünner Friedens- und Versöhnungsmarsch machen.
00:53:52: Da kommen ... Tausend bis zweitausend Leute, mehrheitlich Tschechien.
00:53:58: Aber auch einige hundert Zudetendeutsche mit Bussen aus Bayern und Baden-Württemberg vor allem aber auch aus der ganzen Welt.
00:54:06: Und marschieren da zusammen und das aber umgeben inzwischen von einem Treffen Das heißt Meeting Brno.
00:54:15: Es gibt ja in Rimini dieses berühmte Meetings von Kommunione Liberation.
00:54:21: Das ist eine christliche Organisation Wo aus der ganzen Welt Menschen kommen und wo man sich auf christlicher Basis versöhnt.
00:54:28: Und einige Brünner Tschechen sind da dabei, deshalb bin ich schon vor zehn Jahren dort in Rimini auf der Bühne gesessen mit Brünna Tschechien und wir wurden dort lange Zeit waren wie ein Negativbeispiel, wurden wir als Positivbeispiel eines Versöhnungsprozesses präsentiert und diese Leute haben eben dann Meeting Brno nach dem tschechischen Namen von Brn ist Brno.
00:54:51: Und diese Initiative kam zu diesem Sudden-Deutschen Tag jetzt in Regensburg, wo sie mit dem Sudden Deutschen Menschenrechtspreis ausgezeichnet wurden.
00:55:02: In der Dankesrede für den Menschenreichtspreis haben Sie dann die Einladung ausgesprochenen Sudden Deutsche Tag in Brünnen zu veranstalten und gesagt, dass Sie das organisieren werden.
00:55:14: in Brünen zusammenarbeiten mit uns.
00:55:17: Das ist jetzt im vollen Gange.
00:55:19: Es gibt natürlich von Nationalisten und Kommunisten starken Gegenwind, aber was mich freut ist das demokratische Politiker die früher oder bis vor kurzem sogar noch eher ängstlich waren dass die das jetzt offen unterstützen.
00:55:36: Die Oberbürgermeisterin, die ist von der nationalkonservativen Partei UDS hat sich dafür ausgesprochen nachdem sie lange Zeit sehr vorsichtig war.
00:55:47: Ihr Stellvertreter von der Partei von Herrn Babisch, Anno.
00:55:51: Der Herr Babisch selbst hält sich neutral zurück.
00:55:54: Aber von der Partei Anno, ihr Stellvertretter hat sich auch dafür ausgesprochen.
00:55:59: Massiv dafür sind die Christdemokraten von der KDUGSL.
00:56:05: Aus Südböhmen vor allem und Südmeeren das sind sie sehr stark.
00:56:08: Das ist so ihr Kernland.
00:56:10: Der Regionalheteman hergrulich unterstützt es auch massiv Die Zivilgesellschaft.
00:56:17: Was auch interessant ist, der Bischof von Leitmaritzel.
00:56:23: Das war das größte Bistum in Nordbömen und war mehrheitlich deutsch als einziges Bisturm.
00:56:30: Hat er auch einen deutschen Bischoff bis zu fünfundvierzig den Bischopf Heber bei dem mein Vater noch ministriert hat und der mein Vater gefirmt hat usw.
00:56:39: Dieses Bistrum, der jetzige Bischow Pschibil, hat das Jahr sechsundvierzzig Im Auge haben, weil die meisten Süden-Deutschen wurden, wie gesagt, forty-six vertrieben.
00:56:51: Deshalb ist es jetzt achtzig Jahre her hat das Jahr zum Jahr der Versöhnung ausgerufen macht jedes Monat eine Großveranstaltung zum Thema Vertreibung irgendwo in seiner Diözese Die Stadt Böhmisch Leiber Czesca Lipa.
00:57:07: da hat er Stadtrat vor wenigen Tagen beschlossen Ein Vertreibungsdenkmal zu errichten, mitten in der Stadt.
00:57:14: Es tut sich wahnsinnig viel!
00:57:16: Umgekehrt gibt es den Parlamentspräsidenten Okamura von der sehr nationalistischen Partei, die heißt SPD hat mit der SPD nichts zu tun.
00:57:25: Das ist also eine sehr nationalistische Partei.
00:57:27: Der Herr Okamura ist zwar japanischer Herkunfts- sagt aber er ist gegen alle Ausländer.
00:57:32: oder es gibt die sogenannte Motoristenpartei und so diesen sehr kritisch.
00:57:39: Die haben ja auch geschrieben, die Kommunisten sollen darauf verzichten.
00:57:42: Sie haben aber höflich geschrieben und ich habe höfli zurückgeschrieben, dass wir sie einladen zu kommen sich selbst ein Bild zu machen das wir alles friedlich und vernünftig machen.
00:57:53: da haben sie mir wieder höflig zurückgeschritten.
00:57:55: darüber werden sie beraten.
00:57:57: also ich will nicht ausschließen dass es noch bisschen Gegenwind gibt oder sogar viel gegen Wind gibt.
00:58:02: Aber was fantastisch ist wie viele positive Reaktionen es auch
00:58:05: gibt Ganz, ganz herzlichen Dank auch für die positive Einschätzung.
00:58:09: In einer Pressemitteilung oder in einem Bericht der Deutschen Pressagentur in der Süddeutschen Zeitung veröffentlicht wird in der Überschrift von einem Meilenstein der Beziehungen gesprochen.
00:58:23: würden Sie sagen das ist tatsächlich perspektivisch ein Meilenstein der wertvolle Impulse deutschtechische Versöhnungsarbeit bedeutet?
00:58:35: Auf jeden Fall.
00:58:37: Ich hoffe, dass kein Rückschlag gibt.
00:58:39: Die Gefahr ist noch und ein Rückslag wäre wirklich schlecht für alle Beteiligten weil viele Menschen einfach dann sehr enttäuscht werden Und so radikale Politiker auf beiden Seiten nutzen gern die Enttäuschten Wobei ich schon interessant bin finde der frühere tschechische Staatspräsident Watzlaff-Klaus.
00:58:57: Der ist ja inzwischen da obernationalist drömen und ist total für Bennestegrete und gegen Sudetendeutsche.
00:59:04: Und gleichzeitig ist er befreundet mit der AfD, die sich angeblich für die Vertriebenen einsetzt.
00:59:10: Der Herr Klaus hat Wahlkampf gemacht für die AfD, war plakatiert in Mecklenburg-Vorpommern und Rheinland-Pfalz vor ein paar Jahren in den Landtagswahlkämpfen, hat bei der AfD-Fraktion im Bayerischen Landtag bei deren Festakt zum Tag der deutschen Einhalte festrede gehalten und gleichzeitig also ist er absolut gegen die Sudden-Deutschen, die die wiederum angeblich unterstützen.
00:59:35: Darin sieht man eigentlich im Grund genommen etwas was übrigens der Pan-Europa Gründer Kudnov Kalergis schon damals geschrieben hat, dass in Wirklichkeit die Gegnerschaft zwischen allen Nationalisten Und allen die Versöhnung und europäische Einigung wollen.
00:59:52: Die angeblich verfeindeten Nationalisten haben eigentlich ein gemeinsames Ziel, nämlich die Versöhnung zur Strecke zu
00:59:59: bringen.".
01:00:00: Eine Frage, die noch mal auf das Thema Bennisch-Dekrete eingeht.
01:00:04: Dass Sie schon mehrfach angesprochen haben vor der Samtenden Revolution
01:00:08: n.a.,
01:00:09: war es nicht erlaubt, Bennish Denkmäler aufzustellen.
01:00:13: erst nach der fröhlichen Revolution, kann man sagen wurden wieder Denkmähle aufgestellt und in Brünnen zwanzig zehn also vor sechzehn Jahren ausgehend von der juristischen Fakultät der Uni.
01:00:25: Welche Funktionen erfüllen diese Benesch?
01:00:28: Warum werden sie aufgestellt?
01:00:30: und in der jungen Generation?
01:00:33: sind die tatsächlich noch relevant, gibt es da noch diesen historischen Kontext der Benisch-Dekrete oder welche Bedeutung hat Benesch heute überhaupt für die junge tschechische Bevölkerung.
01:00:47: Das ist eine sehr komplizierte Geschichte.
01:00:50: Benish war ein Nationalist aber ... Ein demokratischer Politiker hat gemeinsam mit Masaryk, dem Staatspräsidenten der ein großer Humanist war.
01:01:01: Aber auch seine nationalen Seiten hatte er aber ein großer humanist war.
01:01:05: Die haben zusammen die Tscheoslawakei gegründet nach einem Ersten Weltkrieg.
01:01:09: Masaryck war eine großartige Persönlichkeit.
01:01:12: Benesch war sein Nachfolger und nicht auf dem Niveau.
01:01:17: Aber er war dann im Exil zu den Kristallisationspunkten mit seiner Exilregierung.
01:01:24: Er hat die Vertreibung maßgeblich vorangetrieben, schon während des Krieges bei Stalin und bei Roswelt.
01:01:31: Hat für den Gedanken massiv geworden.
01:01:34: Und dann nach dem Zweiten Weltkrieg hatte er als zurückgekehrter Exilsstaatspräsident, der dann plötzlich wieder Staatspräsident wurde ... Die Kräte unterschrieben aller möglicher Art darunter auch eine ganze Zahl von Kreaten, die zu den deutschen Kollektiven entrechten.
01:01:55: Das Problematischste ist das Beniztekrit Nummer fünf, da steht nämlich drin national unzuverlässige Personen sind Personen deutscher oder matriarischer Muttersprache.
01:02:09: Das hat sich auch dazu geführt dass tschechoslawakische Staatsbürger die jungen waren aus der Auschwitz zurück kamen aber deutscher- oder ungarischer muttersprache war.
01:02:22: eine In der Vorkriegs-Tschikoslovakia war eine normale Sprache.
01:02:26: Man konnte bei der Volkszählung auch angeben, ich bin deutscher Muttersprache.
01:02:30: und dann wurde man aber aufgrund des Bändisch-Dekrits Nummer fünf entrechtet.
01:02:35: Und das war die Basis der Vertreibung, weil meine national unzuverlässige Person war.
01:02:41: Die Geschichte ist kompliziert, aber ich habe sie jetzt versucht ein bisschen auf den Punkt zu bringen.
01:02:45: Aber muss wissen, der Bändische wurde dann, forty acht von den Kommunisten weggeputscht sozusagen und war unter den Kommunisten tabu.
01:02:56: Deshalb, als der Kommunismus gefallen ist, gab es Menschen, die sich das Bennisch erinnert haben, weil der unter den Communisten verboten war.
01:03:06: Damals standen diese Denkmäler entstanden.
01:03:09: Es gibt heute noch Bennish-Anhänger in der Tschechischen Republik.
01:03:14: Der Bennische war für die Suddendeutschen eine furchtbare Persönlichkeit aber sehr facettenreich.
01:03:20: Er hatte viele Seiten gehabt.
01:03:22: Was aber interessant ist, was ich sage, junge Leute können mit ihm nichts anfangen.
01:03:28: Aber viel interessanter ist es gibt in Prag jetzt eine Bürgerinitiative an deren Spitze der fünfundachtzig Jahre alte ehemalige Ministerpräsident der tschechischen Teilrepublik der Tschechoslowakei noch also Anfang der neunziger Jahre Peter Pithart steht.
01:03:47: ein großer Bürgerrechtler auch gegen den Kommunismus gewesen ist Und der ist mit ganz vielen tschechischen Persönlichkeiten, hat er eine Bürgerinitiative gegründet und verlangt die Entfernung des Bennes, denkt mir als vor dem Tschechisch Außenministerium.
01:04:03: Weil er sagt dieser Mann hat vor allem auch den Tschechen viel Unglück gebracht nicht nur durch die Vertreibung sondern auch seine entgegenkommene Politik gegenüber Moskau und vieles andere.
01:04:14: das werfen sie ihm vor.
01:04:15: Das ist eine inner-tschechische Debatte.
01:04:17: da mische ich mich nicht rein dann mischen wir uns nicht rein.
01:04:20: Aber ich finde toll, dass innerhalb des tschechischen Volkes die großen Köpfe über diese Fragen diskutieren.
01:04:28: Natürlich kontrovers, wie es in der Demokratie gehört.
01:04:32: Kontrovers ist auch eine gute böhmische Emprager-Tradition.
01:04:36: Dass man kontroverse und lebhaft diskutiert.
01:04:39: Ich bin gespannt, wie das weitergeht.
01:04:41: Wir halten uns daraus aber ich freue mich sehr, dass diese tscheche Debatte eingesetzt
01:04:46: hat.
01:04:46: Das war ein wunderbares Schlusswort und das war auch ein unglaublich spannendes Gespräch über die deutschechischen Beziehung, über die Sudeten-Deutschen in Bayern.
01:04:56: Über ihr vielfältiges Engagement!
01:04:59: Und ich bedanke mich ganz herzlich für diesen Podcast.
01:05:02: Meilenstein wünsche Ihnen auch ein ganz tolles erfolgreiches Fest der gemeinsamen Kultur und weiterhin alles Gute für Ihr Engagement insbesondere für die Sudeten-Deutsche Landsmannschaft.
01:05:15: Herzlichen Dank, Herr Postel, dass Sie im Podcast Menschenrechte nachgefragt der politischen Meinung und der Konrad Adenauer Stiftung zu Gast
01:05:33: waren!